Aufmarsch der Partei »Der III. Weg« am 1. Mai 2016 in Plauen. Später liefern sich die Neonazis gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Polizei. ©S. Lipp

Neonazipartei bemüht um Strukturaufbau

Der Neonazipartei Der Dritte Weg fehlt es im Allgäu an Personal. Umso aktiver werben die rechtsradikalen Aktivisten in der Region um Unterstützer.

Wieder wollen Mitglieder der Neonazipartei Der Dritte Weg am Dienstag, dem 30. Oktober 2018, in Dietmannsried »asylkritische« Flugblätter in Briefkästen verteilt haben. Wieder geht es ihnen darum, die Bevölkerung gegen Geflüchtete aufzuhetzen.

So schreiben die rechtsradikalen Aktivisten auf ihrer Homepage: »Die Bewohner werden aufgefordert, sich dem organisierten Widerstand der Partei anzuschließen.« Der Dritte Weg sei bereit, »gegen die Volksfeindliche Politik der etablierten Parteien anzukämpfen.« Tatsächlich fehlt es der programmatisch am Nationalsozialismus angelehnten Partei im Allgäu an Personal. Die Aktivitäten der Partei beschränken sich in der Region bislang weitgehend auf den Aufbau von Strukturen.

Neonazis fallen unablässig mit der Verteilung von Flugblättern auf

Anhänger der Neonazipartei Der Dritte Weg nehmen am 30. September an einer Kundgebung der AfD in Ottobeuren teil. Einer trägt Quarzhandschuhe.
Anhänger der Neonazipartei Der Dritte Weg nehmen am 30. September an einer Kundgebung der AfD in Ottobeuren teil. Einer trägt Quarzhandschuhe.

Abgesehen von einer kleinen Anzahl interner Veranstaltungen und dem Besuch von rechten Demonstrationen, die andere organisierten, fallen die Neonazis im Allgäu unablässig mit der Verteilung von Flugblättern auf. Rund zwei Dutzend solcher Vorfälle dokumentierte Allgäu ⇏ rechtsaußen allein im vergangenen halben Jahr:


(Titelbild: Aufmarsch der Partei »Der III. Weg« am 1. Mai 2016 in Plauen. Später liefern sich die Neonazis gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Polizei. ©S. Lipp)

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