Aufmarsch der Partei »Der III. Weg« am 1. Mai 2016 in Plauen. Später liefern sich die Neonazis gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Polizei. ©S. Lipp

Neonazis flyern in Kempten

Kempten, 24. Oktober 2018. Die Neonazipartei Der Dritte Weg verteilt am Abend Flugblätter, deren Inhalt sie als »asylkritisch« bezeichnen.

Das berichten die rechtsradikalen Aktivisten auf ihrer Website. Photos der Partei zeigen in Briefkasten gesteckte Flugblätter sowie das Flugblatt selbst. Am Inhalt der Pamphlete wird klar, dass die Bevölkerung gegen Geflüchtete aufgehetzt werden soll.

Gleichzeitig wirbt Der Dritte Weg für eine Demonstration unter dem Motto Heldengedenken in Wunsiedel. Sogenannte Heldengedenken veranstalten Neonazis immer wieder anlässlich des Volkstrauertages, um nationalsozialistische Kriegsverbrecher als vermeintliche Helden und Märtyrer zu verklären.

Aus Verbot eines militanten Neonazinetzwerks hervorgegangen

Der Dritte Weg trat 2013 beim Heldengedenken in Wunsiedel erstmals öffentlich in Bayern auf, damals wurde die Veranstaltung noch vom 2014 verbotenen Freien Netz Süd (FNS) organisiert. Nach dem Verbot des kameradschaftsübergreifenden militanten Neonazi-Netzwerks, organisieren sich dessen Mitglieder nun vorwiegend beim Dritten Weg.


(Titelbild: Aufmarsch der Partei »Der III. Weg« am 1. Mai 2016 in Plauen. Später liefern sich die Neonazis gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Polizei. ©S. Lipp)

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