Gegen den »organisierten Antifeminismus« von ALfA und Co demonstrierten Feministinnen und Feministen bereits am 27. Juli 2019 in Augsburg.

Protest gegen Abtreibungsgegner

»FÜR das Recht auf körperliche Selbstbestimmung und die Entscheidungsfreiheit aller schwangeren Personen« protestierten am Dienstag rund ein Dutzend Menschen vor der dem Café Brommler in Memmingen. Zu der etwa einstündigen Versammlung rief das Bündnis Links im Allgäu auf.

Anlass der Aktion war die Mitgliederversammlung des Vereins Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), die am selben Abend bei Brommler stattfand. Für das linke Bündnis stellt sich AlfA dar als Teil eines organisierten antifeministischen Netzwerks ist, das bis ins Allgäu reicht. Dessen Mitglieder würden als selbsternannte Lebensschützer »mit Öffentlichkeitsarbeit, Mahnwachen vor Kliniken die Abtreibungen durchführen und Publikationen gegen das Recht schwangerer Menschen auf Abtreibung ankämpfen.« Ihr Ziel sei es dabei, »sowohl Schwangere als auch Klinikbetreibende unter Druck zu setzen.«

So waren Memminger Anhänger von ALfA an einer Kundgebung vor der Münchner Parteizentrale beteiligt. Am Weltfrauentag demonstrierten sie gemeinsam mit Akteuren der extremen Rechten gegen die Verleihung eines Gleichstellungspreises an eine engagierte Ärztin und einen Arzt.

»Rückwärtsgewandtes Geschlechter- und Familienbild«

ALfA spräche laut LiA Frauen das Recht auf ihre körperliche Selbstbestimmung und die freie Entscheidung über das Austragen des Fötus ab. Zudem stehe ALfA auf Demonstrationen für »homo- und transfeindliche Parolen und ein rückwärtsgewandtes Geschlechter- und Familienbild«, kritisiert LiA.

Regelmäßig mobilisiert AlFA zum sogenannten »Marsch für das Leben«. Eine solche Veranstaltung wird auch für kommenden Sonntag in Bregenz in Vorarlberg beworben. Dort heißt die Aktion »Marsch fürs Leaba« und soll am 27. Oktober um 14:30 Uhr am Hafen beginnen. Das bestätigen die Behörden der Landeshauptstadt. Anschließend wollen die Abtreibungsgegner durch die Innenstadt zurück zum Hafen marschieren, wo es bis 17 Uhr eine Abschlusskundgebung geben soll.

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