Plakat von Maskengegner_innen in der Ravensburger Fabrikgasse.

Weitere Plakate von Maskengegner_innen

Die in Ravensburg von Maskengegner_innen verklebten Plakaten beschäftigen inzwischen auch den Staatsschutz.

In der Fabrikgasse und der Eichelstraße entdeckte ein Leser die Plakate, deren Inhalt sich gegen die Bundesregierung und die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie richten. Dabei handelt es sich um die gleichen Plakate, wie sie bereits in der Ravensburger Seestraße gemeldet und entfernt wurden. Es ist bereits die dritte Meldung dieser Art.

Unterdessen berichtet die Schwäbische Zeitung darüber, dass der Staatsschutz in der Sache eingeschalten wurde. Dort heißt es, die Plakate seien mutmaßlich in der Nacht von Freitag auf Samstag angebracht worden. Unter Berücksichtigung der ersten Meldung vom 24. Januar ergibt sich, dass es mehrere solcher Plakatieraktionen gegeben haben muss.

Keine hieb- und stichfesten Fakten zu Teilnehmenden?

Weiter schreibt die Schwäbische Zeitung in dem Artikel unter Verweis auf eine Äußerung des Polizeisprechers Oliver Weißflog, es gäbe keine hieb- und stichfeste Fakten zu den Teilnehmer_innen des Autokorso am Sonntag. Entgegen dieser Darstellung liegen Allgäu ⇏ rechtsaußen Informationen vor, nach denen die Mobilisierung zu der Veranstaltung maßgeblich innerhalb der lokalen Querdenken-Szene und über deren Kanäle stattfand.

Auch die in dem Artikel ermöglichte Selbstdarstellung des Mitveranstalters Gregor Baiker ist nicht zutreffend. Er möchte sich nicht in »die ›Querdenker‹-Schublade« stecken lassen und sieht sich »als zugehörig zu einer ›bürgerlichen Gruppe‹, deren Hauptanliegen die ›Wahrung der Grundrechte‹ sei«. Tatsache ist, dass er als Mitglied der Gruppe Demokratischer Widerstand Überlingen auftritt und als solcher bereits Veranstaltungen in Kooperation mit Querdenken Darmstadt – 615, Querdenken Frankfurt – 69 und Querdenken Wiesbaden – 611 angemeldet hat. Die Demokratischer Widerstand-Gruppen waren vielerorts die Vorläufer der heutigen Querdenken-Gruppen. Baiker war seit Beginn der lokalen Proteste gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie mit von der Partie. So zum Beispiel am 25. April 2020 in Ravensburg.

Auch sein Verhältnis zur wissenschaftlichen Evidenz, die er laut Angaben bei der Schwäbischen Zeitung »für gewisse einschneidende Corona-Einschränkungen« vermisse, ist fraglich. Er tritt als Verantwortlicher der Internetseite des impfgegnerischen Überlinger Gesprächskreis impffrei Gesund auf. Deren Stammtisch wird auch auf der Internetseite von Hans Tolzin gelistet. Tolzin ist einer der bekanntesten Impfgegner in Deutschland und fällt immer wieder durch seine kruden Ansichten auf. So leugnet er beispielsweise die Existenz von AIDS und befürwortet die pseudomedizinische Germanische Neue Medizin.


Hilfe: Du hast selbst einen Übergriff erlebt?

Dann kannst du Hilfe bei B.U.D. Bayern bekommen. Das ist eine unabhängige Beratungsstelle für Betroffene von rechten, rassistischen und antisemitischen Übergriffen.

Zeug_innen können sich an B.U.D. Bayern wenden, dann wird der Vorfall registriert und Betroffenen geholfen – wenn sie das wollen.

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