»NS jetzt« ist nur eine der unverhohlenen Forderungen der durch Plauen marschierenden Neonazis der Partei Der Dritte Weg. ©S. Lipp

Neonazis gedenken Andreas Hofer

Bregenz, 20. Februar 2020. Aktivisten der neonazistischen Partei Der Dritte Weg haben das Denkmal für Andreas Hofer in Bregenz besucht.

Am Donnerstag haben die rechtsradikalen Aktivisten von Der Dritte Weg Andreas Hofer an dem für ihn errichteten Denkmal in Bregenz gedacht. Das berichtet die Neonazipartei auf ihrer Website. Dort ist auf einem Photo zu sehen, wie zwei Grabkerzen im Dunkeln auf dem Sockel des Denkmals stehen und eine Österreich-Flagge davor auf dem Boden liegt. Andreas Hofer gilt als Anführer im Tiroler Volksaufstand gegen die bayerisch-französische Besatzung.

Revisionisten verklären Hofer zum Verteidiger des Deutschen Reiches

Heute wird Hofer von Rechtsradikalen zum Verteidiger des »Deutschen Reichs« verklärt. So diente er als Namensgeber für die »Andreas Hofer Wander- und Vortragswoche«, einer elitären Schulungswoche für Rechtsradikale. Organisiert wurde diese Schulungswoche von der Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO), die auch für den geschichtsrevisionistischen »Trauermarsch« in Dresden mitverantwortlich war.

Wie auch Der Dritte Weg mit seiner Forderung nach der Wiederherstellung »Gesamtdeutschlands« wollte die JLO die »nationale Einheit aller Deutschen wahren und vollenden«. Nach der Vorstellung der Neonazis würde Österreich dann zur deutschen »Ostmark«.

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