Ein Anhänger von Combat 18 mit Sturmgewehr. Die Gruppe gilt als der bewaffnete Arm des zwar in Deutschland verbotenen aber weiter aktiven internationalen Neonazinetzwerks Blood&Honour.

Blood and Honour

In Deutschland bildete sich unter dem 1987 in Großbritannien gegründeten Blood&Honour Label ein Netzwerk, das ein Millionengeschäft mit der Verbreitung von neonazistischer Musik organisierte, aber laut NSU Watch auch »über Zeitschriften, Booklets und Liedtexte Terrorkonzepte verbreitete und diese mit den Aufrufen koppelte, zur Tat zu schreiten. Denen, die den Kampf gegen System und Volksfeinde als ›Untergrundgruppen‹ aufnehmen wollten, lieferte B&H Anleitungen und bot ihnen Anlaufstellen.«

Auch Teile der Allgäuer Szene knüpfen an das B&H-Netzwerk an.

Auf einem Divisionstreffen am 24. September 1999 in Berlin wurde ein 25-Punkte-Programm zur Bildung einer »politischen Kampfgemeinschaft« beschlossen, das an das 25-Punkte-Programm der NSDAP von 1920 angelehnt gewesen sei. Maßgebliche Unterstützung erhielt der NSU aus diesem 2010 in Deutschland verbotenen, aber weiter aktiven, Netzwerk.

Auch Anhänger des bewaffneten Arms der Gruppierung namens Combat 18 sind nach wie vor in Deutschland aktiv.

Zwar wurde die Gruppierung bereits 2000 in Deutschland verboten, Blood and Honour ist aber weiter aktiv, was inzwischen auch Sicherheitsbehörden einräumen mussten.


(Titelbild: recherche-nord)


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