»Montagsspaziergang« mit extrem rechter Tarn-Kampagne

33 Menschen nehmen am montäglichen Querdenken-»Spaziergang« in Kempten teil. Auch dabei ist ein Banner einer NPD-Kampagne.

Am Montag, dem 1. Februar 2021 hielten Menschen aus dem Umfeld des örtlichen Querdenken-Ableger einen »Montagsspaziergang« in Kempten ab. Die Polizei zählte 33 Teilnehmende, besondere Vorfälle habe es keine gegeben.

Wurde die Wochen zuvor beim »Spaziergang« nur wenig auf inhaltliche Außenwirkung gesetzt, hat sich das jetzt wohl geändert. Statt nur Laternen und Grablichtern war vergangenen Montag auch ein drei Meter langes Transparent von »Deutschland gegen den Corona-Wahnsinn« getragen worden.

Beim wöchentlichen »Montagsspaziergang« war diesmal auch ein Banner einer extrem Rechten Kampagne dabei. (Screenshot, Facebook)

Extrem rechte Propaganda

Mit der »Deutschland gegen den Corona-Wahnsinn« Kampagne versucht die NPD an die Corona-Proteste anzuknüpfen. Unter diesem Label nehmen seit Mai 2020 NPD-Anhänger oder auch Funktionäre an Querdenken-Demonstrationen teil oder melden eigene Kundgebungen an. Auch auf ihren Social-Media-Kanälen sind die Neonazis zum Thema Corona aktiv und versuchen  dabei nichteinmal ihre extrem rechte Weltanschauung zu verstecken.

Auch sonst wird bei der Kampagne kein hehl um ihre Gesinnung gemacht

So lassen sie zum Beispiel das Mitglied des Bundesvorstands der NPD, Sebastian Schmidtke, zu Wort kommen oder auch den wegen Volksverhetzung verurteilten extrem rechten Youtuber Nikolai Nehrling. Aber auch andere neonazistische Parteien wird eine Plattform gegeben. So wird der  NRW-Landesvorsitzende der Kleinpartei Die Rechte, Michael Brück, nach einem Gerichtsverfahren gegen ihn zitiert.

NPD-Politiker hinter dem Corona-Wahnsinn Transparent. Darunter auch der ehemalige Parteivorsitzende Udo Voigt. (Screenshot, Facebook)

Hilfe: Du hast selbst einen Übergriff erlebt?

Dann kannst du Hilfe bei B.U.D. Bayern bekommen. Das ist eine unabhängige Beratungsstelle für Betroffene von rechten, rassistischen und antisemitischen Übergriffen.

Zeug_innen können sich an B.U.D. Bayern wenden, dann wird der Vorfall registriert und Betroffenen geholfen – wenn sie das wollen.

Eltern, Angehörige und Freunde von Jugendlichen, die sich rechts orientieren, können Hilfe bei der Elternberatung bekommen.

Und wenn du selbst etwas gegen Rechts unternehmen willst, steht dir die Mobile Beratung zur Seite.

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