Hunderte Neonazis marschieren am 1. Mai unter Beteiligung aus dem Allgäu durch das sächsische Plauen. Dabei trugen sie auch die bundesweit beanstandeten perfiden Plakate des Dritten Wegs. ©S. Lipp

Neonazis verteilen rassistische Flugblätter in Unterthingau

Unterthingau, 11. Juni 2019. Am Dienstag wollen Aktivisten des Dritten Weg Flugblätter in Unterthingau verteilt haben. Das jedenfalls behaupten die Neonazis am Folgetag auf ihrer Website.

In dem Beitrag ist die Rede von angeblich »steigenden Gefahren sexueller Übergriffe und Vergewaltigungen, gerade in und um Schwimmbäder und Seen.« Für diese machen die rechtsradikalen Aktivisten mit dem nächsten Satz offenbar »kriminelle Ausländer« verantwortlich und rufen in rassistischer Manier zum Boykott gegen Schwimmbäder auf, die nicht gesondert gegen diese vorgingen. Immer wieder fällt die Neonazipartei mit rassistischen Flugblattverteilungen im Allgäu auf. Darüber hinaus kann sie allerdings ohne Unterstützung im Allgäu kaum Aktivitäten entfalten.

Zu dem Bericht veröffentlichte der Dritte Weg ein Photo, das einen Aktivisten vor einem Kriegerdenkmal in Unterthingau zeigt. Erst im Mai fiel die Partei mit einem geschichtsrevisionistischen Ahnengedenken auf. Bereits früher stellte sich Der Dritte Weg im Allgäu mit sogenannten Heldengedenken in die Tradition des Dritten Reiches. Auch Porgrammatisch ist die Partei eng an den historischen Nationalsozialismus angelehnt.

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