Nazis stählen sich in der Allgäuer Kampfsportszene

Deutsche Neonazis trainieren zunehmend Kampfsportler für den politischen Straßenkampf. Auch im Allgäu haben wir rechtsradikale Kämpfer ausfindig gemacht.

In Deutschland organisieren sich immer mehr Nazis und extrem rechte Hooligans in Kampfsportgruppen, um sich fit zu machen für den Kampf gegen alle, die sie in dieser Gesellschaft zu ihren Feinden erklären. Das berichtet die ARD in einer aktuellen Reportage des Magazins Monitor. Sogar eigene Kampfsportevents für die extrem rechte Szene gibt es mittlerweile: »abgeschottet von der Öffentlichkeit und offenbar zu allem bereit«, so Georg Restle, der Moderator des Politmagazins.

Schild und Schwert oder Kampf der Nibelungen: Die Namen dieser Events klingen martialisch – und sind es offenbar auch. Das zeigen die Bilder von Monitor. Vor einigen Jahren waren das noch kleine Insider-Events. Inzwischen ziehen die Kampfsportevents der rechten Szene regelmäßig hunderte Teilnehmer an. An der Organisation maßgeblich beteiligt sind bekannte Gesichter der militanten Neonaziszene aus Deutschland und Europa.

»Neuen Menschenschlag heranziehen« und fit machen für den politischen Umsturz

Robert Claus forscht zu Rechtsradikalen, Hooligans und Kampfsport, hat ein Buch darüber geschrieben. Seiner Auffassung nach dienen diese Trainings zur Vorbereitung auf den politischen Straßenkampf.

»Kampfsport spielt für die rechte Szene zwei ganz zentrale Rollen«, erklärt Claus gegenüber Monitor. Im Kampfsport werde laut Claus zum Einen »Gewalt professionalisiert« und »Gewaltkompetenz vermittelt«. Zum Anderen stehe »Kampfsport auch ein Stück weit in der historischen Tradition der Wehrsportübungen, die es in den 70er und 80er Jahren in Deutschland gab. Nämlich eine Form, sich körperlich auszurüsten und fit zu machen für einen politischen Umsturz.«

Es geht aber längst nicht mehr nur um den Kampfsport und die Ausbildung zum Straßenkampf, sondern darum junge Leute für rechte Ideologien und die Szene zu rekrutieren: »Wir sind entschlossen, einen neuen Menschenschlag heranzuziehen!« So heißt es in einem Dokument der Szene.

Kampfsport gehört zum Repertoire der großen Neonazifestivals

»Und irgendwann kommt in diesen Kreisen in der Rekrutierung der Schritt, dass die Leute gefragt werden, ob sie nicht mehr für eine nationale Bewegung tun wollen«, sagt Robert Claus im Monitor-Interview. Diesen Schritt machen nicht alle. Aber die die ihn gehen rutschen dann eben auch tiefer rein in die entsprechenden Kameradschaften, Parteistrukturen oder wie man in Chemnitz sieht eben auch Terrornetzwerke.«

Entsprechend gehören Kampfsportevents inzwischen auch auf den großen Neonazifestivals zum Repertoire. So etwa der Kampf der Nibelungen im April auf dem Schild und Schwert in Ostritz. Anfang November sollte es während der zweiten Auflage des Festivals in Thüringen erneut zu einem Kampf der Nibelungen kommen, was aber ausgefallen sein soll.

Auch die Allgäuer Neonaziband Act of Violence sollte auf der Bühne stehen, doch ihr Auftritt ist ebenso entfallen, nachdem sie wegen einer Recherche von Allgäu ⇏ rechtsaußen unter Druck gerieten. Die Band entstammt den Umfeld der Neonazikameradschaft Voice of Anger. Deren Anhänger reisen immer wieder aus dem Allgäu zu solchen Events.

In »Fight-Clubs« gestählte Rechte

Doch die rechtsradikalen Kämpfer treten nicht nur auf Szeneeigenen Events auf. Auch in Trainingshallen und Kampfsportschulen machen sie sich breit. Der SWR recherchierte im europaweiten Netzwerk der Kampfsport-Nazis und fand solche »Fight-Clubs«, in denen auch rechtsradikalen Aktivisten ihre Körper stählen und sich im Kampf ausbilden.

Allgäuer Profikämpfer trägt Konterfei eines Wehrmachtssoldaten

Auch im Allgäu gibt es Clubs, in denen Neonazis trainieren – und sogar als Trainer andere ausbilden. In der Sportschule Allgäu Thais in Kempten arbeitet etwa Martin Ritter als Trainer. Der Profikämpfer hat sich auf der Brust das Konterfei eines Wehrmachtssoldaten unter die Haut stechen lassen, daneben am Oberarm die Odal-Rune. Im Dritten Reich hatten die 7. SS-Freiwilligen-Gebirgs-Division Prinz Eugen, die Hitler-Jugend (HJ) und das Rasse- und Siedlungshauptamt die Rune als Kennzeichen verwendet. Später übernahm die verbotene Wiking-Jugend das Symbol.

Am Hals trägt Ritter eine Handgranate und die Worte Ruhm und Ehre auf den Oberschenkeln. Auf einem Gruppenphoto der Trainer der Kamfpsortschule posiert Ritter im T-Shirt der Neonaziband Kategorie C.

Der Profikämpfer Martin Ritter hat sich auf der Brust das Konterfei eines Wehrmachtssoldaten unter die Haut stechen lassen, trägt am Hals eine Handgranate und die Worte Ruhm und Ehre auf den Oberschenkeln. Bei den Allgäu Thais arbeitet er als Trainier.
Der Profikämpfer Martin Ritter hat sich auf der Brust das Konterfei eines Wehrmachtssoldaten unter die Haut stechen lassen, trägt am Hals eine Handgranate und die Worte Ruhm und Ehre auf den Oberschenkeln. Bei den Allgäu Thais arbeitet er als Trainer.

Ein weiterer Trainer der Allgäu Thais trägt ein Tattoo mit Bezug zur bei Neonazis beliebten Musikrichtung Hatecore über dem Bauch.  Selbst Dieter S., der Ausbilder mit der größten Trainingserfahrung und Gründer der Allgäu Thais trägt bei Wettkämpfen Accessoires der Neonazimarke Thor Steinar.

»Hier ist alles in bester Ordnung, die Arbeit ist Tiptop«, erklärt Damir Bašić auf Anfrage. Der Geschäftsführer der Allgäu Thais habe von einer rechtsradikalen Gesinnung bei seinen Mitarbeitern nie etwas mitbekommen. Entsprechende Tattoos und Kleidungsstücke seien ihm nie aufgefallen und »was die Leute privat machen geht mich ja nichts an.« Im Gym, wie die Fitnessstudios in der Szene heißen, seien »alle nett zueinander – auch zu Ausländern«, so Damir Bašić.

Allgäuer Thaiboxer zeigt Hitlergruß auf Kampfsportevent

Am Samstag vor einer Woche zeigten sich einige der Kämpfer und Trainer der Allgäu Thais auf der Allgäu Fight Night in der Mehrzweckhalle Waltenhofen bei Kempten. Die Kemptener Thais schickten ihre als bayerische oder deutsche Meister erfahrenen Kämpfer Mathias Felder, Nico Werner und Abdu S. in den Ring. »In der Ecke« unterstützte sie Martin Ritter, gab Kommandos und kümmerte sich zwischen den Runden um den Kämpfer. Ebenfalls »in der Ecke«: ein weiteres Mitglied der Allgäu Thais, der bis über das Gesicht tättowiert ist.

Der Kämpfer der Allgäu Thais modelt online für ein Klamottenlabel und posiert in einem Sozialen Netzwerk ganz offen mit dem Hitlergruß.
Der Kämpfer der Allgäu Thais modelt online für ein Klamottenlabel und posiert in einem Sozialen Netzwerk ganz offen mit dem Hitlergruß.

Der Thaiboxer modelt online für ein Klamottenlabel und posiert in einem sozialen Netzwerk ganz offen mit dem Hitlergruß. Entstanden ist das Bild auf einem Kampfsportevent. Auf einem weiteren Photo richtet er eine Schusswaffe auf den Betrachter. Dazu ist eine an eine Parole der NPD angelehnte Drohung zu lesen. An anderer Stelle taucht das Bild wieder auf. Diesmal heißt es dazu: »Es gibt keine Warnschüsse, Munition ist teuer!«

»Der gehört gar nicht in die Sportszene«

Auch der Germanen Boxstall aus Kiel schickte am Samstag vor einer Woche in Waltenhofen Kämpfer in den Ring. Schon die Ästhetik des Boxstall erinnert stark an Rechte. Zumindest ein Teil des Personals bekundet online Sympathien für deren Ideen.

»Das sind voll die Nazis, schlimmer geht’s nicht«, sagt Mevlüt Kaffar als wir ihn auf den Germanen Boxstall ansprechen.  Kaffar ist Boxpromoter des Bund deutscher Faustkämpfer (BDF) und hatte das Turnier in Waltenhofen veranstaltet. Kaffar brachte eigene Kämpfer mit und lud die Kieler Germanen, die Kemptener Thais und andere Teams zur Teilnahme ein. »Der gehört gar nicht in die Sportszene«, meint der Boxpromoter mit Bezug auf einen Mann, der in Waltehofen Kieler Kampfsportler in der Ecke betreute.

Kaffar ist das Problem bewusst. »Wenn du dir die Kampsortszene anschaust, da gibt es inzwischen viele Nazis«. Das enttäusche den Wettkampfveranstalter sehr, aber er könne nichts dagegen tun: »Du kannst nicht Leuten verbieten, bei dir Sport zu machen wegen dem was sie privat machen.«

»Blut und Ehre« auch bei Herzblut in Memmingen

Kämpfer trainiert in Blood&Honour Shorts beim Sportclub Herzblut in Memmingen.
Kämpfer trainiert in Blood&Honour Shorts beim Sportclub Herzblut in Memmingen. (Screenshot)

Auch in Memmingen wird in Klamotten trainiert, die einen Bezug zur extrem rechten Szene aufweisen. Photos zeigen den Kämpfer in Sporthosen mit der Aufschrift »Blood & Honour«. Blood&Honour (B&H) ist der Name eines im Jahr 2000 in Deutschland verbotenen internationalen Neonazi-Netzwerk, das mit Combat 18 (C18) über einen weiter aktiven bewaffneten Arm verfügt.

Beim Training bei Herzblut ist auch Boris G. zu sehen. G. kaufte ein als Clubhaus für die Neonazikameradschaft Voice of Anger genutztes Gebäude bei Memmingen.

»Solche Shorts gibt es bei uns nicht«, sagt die Eigentümerin des Gym und auf die Frage, ob Boris G. bei ihr trainiere: »Über Mitglieder darf ich keine Auskunft geben«. Als ihr Studio noch Bushido Gym hieß und nach ihrer Auskunft einem Freund gehörte, veröffentlichte sie selbst online ein Photo, das sie in B&H-Shorts zeigt. Aber darüber möchte Tanja J. am Telefon nicht sprechen, findet Fragen danach »unverschämt«.

Inzwischen ist das Sportstudio sichtlich bemüht, in der Öffentlichkeit nicht mit verfänglichen Symbolen in Verbindung gebracht zu werden. Auf einem Photo in seinem Instagram-Kanal zensiert der Club etwa die Tättowierung eines Kämpfers. Daneben ein Trainer und »Co-Headcoach«, auf dessen nackten Oberkörper jedoch die Worte »Gott mit mir« zu erkennen sind. Der Spruch »Gott mit uns« zierte die Koppelschlösser preußischer Mannschaften im Ersten Weltkrieg und später, um Reichsadler und Hakenkreuz ergänzt, die Koppelschlösser der Soldaten von Reichswehr und Wehrmacht. Sonst posiert  der Kämpfer im Sportclub gerne in Shirts der bei Neonazis beliebten Marke Thor Steinar. Es ist der Lebensgefährte von Tanja J.

Erst am 9. und 10. November haben Herzblut-Kämpfer auf dem World Martial Arts Cup in Bregenz »abgesahnt«, wie Tanja J. stolz erzählt. Das Gruppenphoto aus Bregenz zeigt einen weiteren Anhänger der Skinheadkameradschaft Voice of Anger – im Pullover des Herzblut Sportclub. Erst im April sah man den Thaiboxer im Kreise seiner Kameraden auf dem Schild und Schwert Festival in Ostritz, wo auch der Kampf der Nibelungen stattfand.

»Kein Handshake mit Nazis«

»Kein Handshake mit Nazis« fordert die Initiative Runter von der Matte.
»Kein Handshake mit Nazis!« Das fordert die Initiative Runter von der Matte.

»In den Gyms und bei Kämpfen werden Neonazis zu lange schon hofiert und toleriert«, kritisiert die Initiative Runter von der Matte. Klare Positionierungen und Distanzierungen zeigten nur wenige couragierte Organisatoren von Veranstaltungen und Gyms im Kampfsport-Mainstream.

Den Handshake – ein symbolisches Abklatschen für einen fairen, sportlichen, respektvollen Umgang und Austausch miteinander – will die Initiative engagierter Kampfsportlerinnen und Kampfsportler »keinem Neonazi beim Training oder irgendwelchen Kampfsportveranstaltungen anbieten.« Sie rufen dazu auf »den Neonazis diese Räume zu nehmen.«

Denn der oft im Sport verwendete Begriff ›Wettkampf‹ hört für uns bei Neonazis auf«, heißt es auf der Website von Runter von der Matte, wo Argumentationshilfe für Gym-Betreiber, Trainer, Veranstalter und Teilnehmer von Kampfsportevents angeboten werden.

Sport könne zwar Ventil sein, Aggressionen abbauen und integrativ wirken, aber dass organisierte Neonazis ohne konkrete Absicht auf Ausstieg durch Kampf- und Kraftsport zu besseren Menschen werden, müsse stark angezweifelt werden. Stattdessen befürchtet Runter von der Matte eher Verharmlosung und Akzeptanz auch für extrem rechte Positionen: »Wenn Neonazis für ihr Gym im Ring stehen, stärkt dies den Teamgeist und schafft Vertrauen sowie persönliche Bindung.«

16 Gedanken zu „Nazis stählen sich in der Allgäuer Kampfsportszene“

  1. Bei den Allgäu-Thais gibt es keine Nazis. Es ist eine Schande das man die Wahrheit so verdreht… ich hätte nie geglaubt das Manipulation so praktiziert wird. Der Journalist sollte sich für diese Berichterstattung wirklich schämen. Ich hoffe das viele weitere Kommentare folgen die den Ruf der Allgäu-Thais in ein Licht rücken das die Realität wiederspiegelt.

    1. Alles Nazi, werter Harzenetter, wenn man durch die linke Lipp-Brille schaut.
      Kampfsport = Nazi
      Turnen = Nazi
      Singen = Nazi
      Tanzen = Nazi, vor allem Volkstanz
      usw. usf…
      Die Wörter rechts, Recht, Rechtschreibung (gibt es ohnehin nicht mehr) Rechtsstaat (hat sich auch aufgelöst) müssen aus dem deutschen Wortschatz entfernt werden.
      Ergo – „rechtsaußen“ einfach linksliegenlassen!!!

  2. Ich selbst kenne persönlich Menschen die in diesem Artikel als Nazis bezeichnet werden.

    In den ganzen Jahren ist mir nicht eine Sekunde der Gedanke gekommen dass es sich um Nazis handelt.

    Es gab nie eine Situation wo mir klar War dass diese Menschen Nazis seien!

    Passt genau in die derzeitige propagandistische Haltung des sog. Staates.

    Die Menschheit um jeden Preis und mit Hinterlist zu spalten.

    Wer ist der Autor dieses ganzen eigentlich?

  3. Dieser Artikel ist eine Unverschämtheit und basiert auf einer fragwürdigen „Recherche“…
    Der Verfasser hat eine vorgefertigte Meinung und defamiert hier Trainer und Kämpfer ohne einen von ihnen Interviewt zu haben.
    Jedes Tattoo hat seine eigene Geschichte und ohne diese zu kennen ist es einfach nur Tinte.
    Jemanden nach seinem Äußeren oder seiner Kleidung in eine Schublade zu stecken ist kein seriöser Journalismus sondern Demagogie.
    Wir sind ein Verein bei dem jeder willkommen ist!
    Unsere Trainer und Mitglieder behandeln sich mit gegenseitigem Respekt und Anerkennung. Jeder wird gleich behandelt.
    Keiner wird ausgeschlossen.
    Ruhm und Ehre im Ring ist für jeden Kampfsportler das Ziel, gleich wo er herkommt.
    Ich bin selbst seit 2 Jahren Mitglied und habe nie in keinster Weise irgendwelche Rechten Ansätze gesehen oder mitbekommen.
    #wirsindmehr #allgäuthais #blutundschweiß

  4. Ich kenne alle Genannten Personen!! Und diese als Nazis zu betiteln ist wohl der allergrößte Schwachsinn!!! Da hat wohl jemand Spaß Daran Leute in den Dreck zu ziehen?!

  5. Als ein netten Kerl mit dem man Wahnsinns spass haben kann keine Spur von natzi oder sonstigem wer sowas schreibt sollte wenigstens Hintergrund recherche gemacht haben . Ist totaler blindgänger und Hetzer links propaganda wo sind wir den hier gelandet arme Pressefreiheit wird auf links ausgenutzt aber das passt ja in die Gesellschaft also ist es OK oder was ganz wichtig Hintergrund recherche ich könnt immer so weiter schreiben…….

    1. Wir haben diesen Beitrag entfernt, da er unseren Moderationskriterien an den im Folgenden angekreuzten Punkten widerspricht.

      Allgäu ⇏ rechtsaußen ist keine Plattform zur Verbreitung

      [ ] rechter,
      [X] rassistischer und ausländerfeindlicher,
      [ ] antisemitischer,
      [ ] antiislamischer,
      [ ] sexistischer oder
      [ ] homofeindlicher

      Hetze und Propaganda sowie der Begehung von Straftaten wie

      [ ] Beleidigung,
      [ ] Bedrohung,
      [ ] Volksverhetzung, insbesondere durch
      [ ] Relativierung, Leugnung oder Verherrlichung des Holocaust und anderer Taten der nationalsozialistischen Terrorherrschaft oder
      [ ] Aufruf zu Straftaten.

      Zutreffendes ist angekreuzt, der Beitrag wird gegebenenfalls der zuständigen Staatsanwaltschaft vorgelegt.

  6. Analyse….was für eine Analyse hat hier stattgefunden?! Ich kenne sowohl die Trainer, Studiobesitzer und einige Kämpfer der Allgäu Thais und vom Herzblut Gym…..dass die als Nazi’s abgestempelt werden ist unverschämt und entspricht nicht der Wahrheit!!
    Wir, die Thaiboxstudio’s vom MTBD, stehen für Integration, Fairness, Jugendförderung und vieles mehr…..aber garantiert nicht für Rechts!!!

  7. Ich hatte damals den Boxring, Licht und Beschallung für die Veranstaltung Champions Club gemacht und bin seit über 35 Jahren im Kampfsport tätig als Sportler sowohl als Funktioniär im Verband und bisher habe ich noch nie eine rechte Bewegung erlebt und dieser Journalist sollte mal kommen und die funktionierende Intigration sehen und darüber schreiben. Das ist alles nur erlogen und frei erfunden, nur weil einer Tätowierung hat, heisst noch lange nichts.

    1. Wir haben diesen Beitrag entfernt, da er unseren Moderationskriterien an den Folgenden Punkten widerspricht.

      Allgäu ⇏ rechtsaußen ist keine Plattform zur Verbreitung

      [ ] rechter,
      [X] rassistischer und ausländerfeindlicher,
      [ ] antisemitischer,
      [ ] antiislamischer,
      [ ] sexistischer oder
      [ ] homofeindlicher

      Hetze und Propaganda sowie der Begehung von Straftaten wie

      [X] Beleidigung,
      [ ] Bedrohung,
      [ ] Volksverhetzung, insbesondere durch
      [ ] Relativierung, Leugnung oder Verherrlichung des Holocaust und anderer Taten der nationalsozialistischen Terrorherrschaft oder
      [ ] Aufruf zu Straftaten.

      Der Beitrag wird gegebenenfalls der zuständigen Staatsanwaltschaft vorgelegt.

  8. Es scheint als hätten einige nicht verstanden dass es hier um Einzelpersonen und nicht um alle Mitglieder der Allgäu Thais geht. Die Argumentation dass im Training respektvoll miteinander umgegangen wird und dass dort verschiedene Nationalitäten trainieren spielt überhaupt keine Rolle im Bezug auf die Problematik die im Artikel beschrieben wird. Glaubt ihr ein Neonazi wird in ein Training kommen und euch da gleich mal mit dem Hitlergruß begrüßen, rassistische Sprüche klopfen, Parolen gröhlen und Propagandamaterial an die Anwesenden verteilen? Natürlich wird er das nicht tun. Er wird sich dort möglichst unauffällig verhalten, sich freundlich und sozial geben. So gewinnt man Freunde und Respekt. Nun hat man nette Bekanntschaften, hat sich bewiesen, hat Respekt bekommen, ist nicht unangenehm aufgefallen. Ist doch verdammt praktisch, so kann man ganz in Ruhe trainieren und keine Sau kommt auf die Idee dass die erlernten Kampfsportkünste vielleicht mal ganz anders zum Einsatz kommen, dass sie an gleichgesinnte weitergegeben werden, in rassistischer Gewalt oder Gewalt gegen Andersdenkende enden und im schlimmsten Fall zum Tod von Menschen führen. Es ist definitiv extrem problematisch wenn Neonazis ungestört solche Trainings besuchen können. Und das könnt ihr nicht abstreiten, denn die Gefahr die dahinter steckt ist mehr als offensichtlich. Hier geht kein Argument wie „was der in seiner Freizeit macht geht mich nix an“, schon garnicht für eine/n Trainer/in. Es gibt genug Trainer/innen die solche Fälle ernst nehmen und so ihrer Verantwortung gerecht werden.

  9. Schon problematisch. Ich verstehe beide Seiten. Einerseits kenne ich diese Sportvereine und sehe darin tag täglich, wie gut Integration funktioniert.
    Andererseits, ist der Umstand, dass Neonazis sich in Kampfsportschulen auf die „Machtübernahme“ vorbereiten nichts neues.
    Somit glaube ich, dass Neonazis in solchen Schulen anzutreffen sind. Ich glaube aber auch, dass in so einer Schule der eine oder andere Neonazi merkt, dass er selber komisch tickt und nicht die Asylanten.
    Was mich an dem Artikel schon etwas stört, ist die Einfachheit mit der von Tätowierungen und Klamotten auf Neonazi geschlossen wird.
    Allerdings zeigt dieser Artikel auch sehr gut, wie leicht es sich die erwähnten tätowierten Personen mit der Gestaltung ihres Außenbildes gemacht haben. Sie haben nicht bedacht, wie ihre Tätowierungen von dritten Personen wahrgenommen werden, weshalb dem Reporter eigentlich kein Vorwurf gemacht werden kann. Er beschreibt letztenendes nur was er sieht.

    Ich finde es sehr wichtig, dass dieses Thema jetzt diskutiert wird, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass die Kampfsportschulen im Allgäu eine Ausbildungsstätte für Umstürzler sein wollen. Dieses Diskussion, dieser Artikel wird sicherlich zu mehr Wachsamkeit führen, und die begrüße ich.

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