350 Menschen ziehen am 1. Oktober 2018 in Lindenberg eine »rote Linie« gegen rechte Hetze der AfD. Die hatte ihren Rechtsausleger Gottfried Curio in den Löwensaal eingeladen.

»Rote Linie« gegen AfD in Lindenberg

350 Menschen ziehen in Lindenberg eine »rote Linie« gegen rechte Hetze der AfD. Die hatte ihren Rechtsausleger Gottfried Curio in den Löwensaal eingeladen.

Und wieder waren nach einem Bericht des Westallgäuer von Dienstag »die Gegner in der Überzahl: Während gestern Abend im Lindenberger Löwensaal der AfD-Bundestagsabgeordnete Gottfried Curio vor gut 200 Interessierten sprach, protestierten auf dem Stadtplatz 350 Westallgäuer gegen seine Partei und das von ihr verbreitete Gedankengut.«

Ihre Besorgnis und Empörung über die fremdenfeindliche Haltung der AfD drückten sie dem Zeitungsbericht nach unmissverständlich aus. Zum Protest gegen die Wahlveranstaltung der AfD aufgerufen hatten SPD und Grüne unter dem Motto »Das Allgäu ist bunt«.  Schon einmal zogen Hunderte gegen die rechte Partei durch Lindenberg. Damals sprach Frauke Petry im Löwensaal.

»Schlimmste Hetzrede, die der Bundestag je erlebt hat«

350 Menschen ziehen am 1. Oktober 2018 in Lindenberg eine »rote Linie« gegen rechte Hetze der AfD. Die hatte ihren Rechtsausleger Gottfried Curio in den Löwensaal eingeladen.
350 Menschen ziehen am 1. Oktober 2018 in Lindenberg eine »rote Linie« gegen rechte Hetze der AfD. Die hatte ihren Rechtsausleger Gottfried Curio in den Löwensaal eingeladen.

»Neonazis sind inzwischen die Strippenzieher in dieser Partei«, sagte laut Westallgäuer der Hauptredner der Veranstaltung am Montag, der grüne Landtagsabgeordnete Thomas Gehring. »Es kann nicht sein, dass rechte Hetze wieder salonfähig ist. Und der Herr dort drin hat die schlimmste Hetzrede gehalten, die der Bundestag je erlebt hat

Das habe Gehring in Anspielung auf Gottfried Curio ergänzt. Für den Grünen-Politiker zeigt sich an der Flüchtlingsfrage, »ob wir eine menschliche Gesellschaft sind«. Und SPD-Landtagskandidat Michael Maffenbeier habe betont, es gelte, den Gegnern von Demokratie und Freiheit Grenzen aufzuzeigen. »Wir müssen klar machen: Hier ist die rote Linie. Unsere Freiheit nehmt ihr uns nicht«, sagte der 32-Jährige dem Zeitungsbericht zufolge.


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Dann kannst du Hilfe bei B.U.D. Bayern bekommen. Das ist eine unabhängige Beratungsstelle für Betroffene von rechten, rassistischen und antisemitischen Übergriffen.

Zeug_innen können sich an B.U.D. Bayern wenden, dann wird der Vorfall registriert und Betroffenen geholfen – wenn sie das wollen.

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