Das schreiben die Anderen im Juli 2018

Auch andere Medien berichten – wenn auch meist nicht so konsequent und fundiert wie Allgäu ⇏ rechtsaußen – über extrem rechte Aktivitäten im Allgäu. Das schreiben die Anderen im Juli 2018.

Allgäuer Zeitung: Mehr Kontrolle, mehr Überwachung

5. Juli 2018. »Rainer Wendt, der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, polarisiert. Nicht zuletzt deswegen wird der Gewerkschaftschef immer wieder in TV-Talkshows eingeladen und vertritt dort seine Auffassungen zu aktuellen Themen. Am Dienstag war der 61-jährige Duisburger bei einer Informationsveranstaltung der Kaufbeurer CSU Stadtratsfraktion zu Gast…« Beworben wurde die Veranstaltung laut Informationen des Münchner a.i.d.a. Archivs auch vom Konservativen Aufbruch, dem Rechtsaußen-Flügel der Union.

Schwäbische Zeitung: Experte äußert Sorge: Im Allgäu könnte sich ein Nazi-Treffpunkt etablieren

6. Juli 2018. 250 Skinheads kommen im Oktober 2017 zu einem Konzert nach Seibranz – erstarkt in der Region dauerhaft die rechte Szene? Ein Info-Abend soll Aufklärung bringen – und muss selbst geschützt werden.

Allgäuer Zeitung: Bolsterlanger strömen zu Infoveranstaltung

7. Juli 2018. »Wie geht es weiter nach der Suspendierung von Bolsterlangs Bürgermeisterin Monika Zeller? Um diese und weitere Fragen zu klären, hatte der amtierende Bürgermeister Rolf Walter am Donnerstag zu einem Informationsabend in den Festsaal Kitzebichl eingeladen. Gekommen waren mehr Bolsterlanger als erwartet: Der Saal platzte aus allen Nähten, zusätzliche Tische und Stühle mussten aufgestellt werden. „Wir sind etwas überfahren, dass so viele hier sind“, sagte Walter. Dies zeige, dass Informationsbedarf bestehe. Zeller selbst war nicht anwesend…«

Bayern 1: Klage gegen Allgäu rechtsaußen

9. Juli 2018. Am Landgericht Kempten klagt heute ein Neonazi gegen einen Redakteur und Internetblogger. Die Klage zielt darauf ab, die Verbreitung einer Broschüre über die Neonaziszene im Allgäu unterbinden zu lassen. In dieser Broschüre taucht offenbar auch die Band des Klägers auf. Laut des Chefredakteurs der Website Allgäu rechtsaußen soll ihm zudem verboten werden weiter zu behaupten, dass diese Band »Rassenkrieg und Nationalismus« besinge. […]

Allgäuer Zeitung: Wo endet die Meinungsfreiheit?

10. Juli 2018, Allgäu-Rundschau. Darf ein Internet-Blogger öffentlich behaupten, die Unterallgäuer Band „Faustrecht“ sei ein Neonazi-Urgestein aus dem Allgäu und „besingt Rassenkrieg und Nationalismus“? Mit dieser Frage hatte sich gestern eine Zivilkammer des Kemptener Landgerichts zu beschäftigen. Geklagt hatte der Gründer der Unterallgäuer Band auf Unterlassung. […]

all-in.de: Memmingerberg verbietet rechtsradikales Konzert „Angry, Live and Loud 2“: Konzert fand im Landkreis Ravensburg statt

14. Juli 2018.  Die Verwaltungsgemeinschaft Memmingerberg hat am Samstag per öffentlicher Bekanntmachung eine rechtsradikale Musikveranstaltung verboten. Die Polizei hat daraufhin den ganzen Tag über im Bereich Memmingerberg kontrolliert und überwacht, auch mithilfe eines Polizeihubschraubers. Keine Chance für die Veranstalter, trotz Verbot das Festzelt aufzustellen.

Daraufhin hat das Konzert laut Polizei auf einem Privatgrundstück im östlichen Landkreis Ravensburg stattgefunden. Laut dem Portal „Allgäu rechtsaußen“ haben die Veranstalter das Konzert nach Aichstetten verlegt.

new-facts.eu: Achtung! Allgemeinverfügung der Verwaltungsgemeinschaft Memmingerberg

14. Juli 2018. Die Verwaltungsgemeinschaft Memmingerberg veröffentlich folgende Allgemeinverfügung: […] alle nichtangezeigten Musikveranstaltungen unter dem Motto „Angry, Live and Loud 2“ und etwaige Ersatzveranstaltungen verboten.

new-facts.eu: Nazi-Konzert findet trotz Verbots statt – „Angry, Live und Loud 2“

15. Juli 2018. Am Samstagabend, 14.07.2018, war im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft Memmingerberg, Lkrs. Unterallgäu, ein Neonazi-Konzert, unter dem Titel „Angry, Live und Loud 2“, geplant. Die Verwaltungsgemeinschaft hat dieses Konzert und etwaige Ersatzveranstaltungen im Rahmen einer Sicherheitsverfügung verboten […] mehr im Laufe des Tages unter www.allgaeu-rechtsaussen.de. […]

Schwäbische: Friedlicher Protest: Picknicken gegen die AfD

16. Juli 2018. Während die AfD im Kuko in Weingarten über Innere Sicherheit und Migration spricht, findet davor ein friedlicher Protest statt – in Form eines Picknicks wollen 450 Menschen ein Zeichen gegen die AfD setzen. […]

Schwäbische: Rund 170 Besucher bei rechtsextremen Skinheadkonzert

16. Juli 2018. Stockbauren bei Aichstetten ist nach SZ-Informationen am Samstagabend der Veranstaltungsort für ein rechtsradikales Skinheadkonzert gewesen. […]

watson: Moscheestreit in Kaufbeuren: Wie die AfD einen Ort zu einem Bürgerentscheid trieb

19. Juli 2018. Die Stadt ist gespalten. Denn: In diesen Tagen gibt es eigentlich nur ein Thema. Am kommenden Sonntag findet in Kaufbeuren ein Bürgerentscheid statt. Abgestimmt wird darüber, ob die Stadt ein Grundstück zum Bau einer Moschee vergeben soll. […] Auf dem Papier. Der Streit ist längst ein anderer: Und wird von seinen Protagonisten so grundsätzlich ausgetragen, dass es schon jetzt nur Verlierer gibt. […] Der Streit bietet längst Projektion für andere Themen und Thesen. Aus einer Sachfrage „Wie binde ich eine islamische Moscheegemeinde in lokale Gemeindestrukturen ein, die unter umstrittener DITIB-Flagge segelt?“ machen die Initiatoren des Bürgerentscheids den Grundsatz „Wir wollen die Muslime nicht“. […] Insofern ist diese Geschichte keine über eine Moscheegemeinde, sondern über die Dynamik einer Kleinstadt, darüber, wie Extrempositionen den Diskurs vergiften. Und was die AfD damit zu tun hat. So viel vorweg: Eine ganze Menge. […]

Allgäuer Zeitung: Voller Hass, leere Läden

20. Juli 2018. Der Rechtspopulist Michael Stürzenberger wettert erneut gegen den Islam und den geplanten Moschee-Bau. Damit bringt er nicht mehr nur eine breite Allianz von Gegendemonstranten gegen sich auf, sondern auch die Geschäftswelt. […]

Schwäbische: „Extrem unangenehm, aber hinzunehmen

21. Juli 2018. Es sei „extrem unangenehm, aber in einer freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat hinzunehmen.“ Auf Anfrage eines Bürgers hat der Aichstettener Bürgermeister Dietmar Lohmiller (CDU) in der Gemeinderatssitzung am Mittwochabend Stellung zum Konzert rechtsextremer Kreise am vergangenen Samstag in Stockbauren genommen.

Zeit online: Müssen Gemeinden Rechtsrockkonzerte dulden?

Nach dem Verbot eines Rechtsrockkonzertes in Bayern weichen die Neonazis auf einen Hof im Nachbarlandkreis jenseits der Landesgrenze aus. Dort scheuen die Behörden ein Eingreifen. © Norbert Kelpp, allgaeu-rechtsaussen.de
Nach dem Verbot eines Rechtsrockkonzertes in Bayern weichen die Neonazis auf einen Hof im Nachbarlandkreis jenseits der Landesgrenze aus. Dort scheuen die Behörden ein Eingreifen. © Norbert Kelpp, allgaeu-rechtsaussen.de

22. Juli 2018. 200 Neonazis umgingen ein Konzertverbot in Bayern – sie wichen einfach in den württembergischen Nachbarlandkreis aus. Viele befürchten, dass die Region nun für die rechtsradikale Szene attraktiv wird. Behörden sehen sich machtlos. […]

BR: Moschee-Bürgerentscheid in Kaufbeuren: AfD streitet mit Initiator

25. Juli 2018. Vor drei Tagen haben sich die Bürger in Kaufbeuren dagegen entschieden, dass die Stadt ein Grundstück an die türkisch-islamische Gemeinde verpachtet – für einen Moschee-Neubau. Die AfD feiert jetzt „ihren Erfolg“ – sie war aber gar nicht Initiator des Bürgerentscheids.

schwaebische.de: Blogger: Gefahren aufgrund der rechtsradikalen Szene im Allgäu

26. Juli 2018. Die Gefahren, die die rechtsradikale Szene im Allgäu mit sich bringt, sind kaum zu unterschätzen, findet Sebastian Lipp, Autor und Herausgeber des Blogs allgaeu-rechtsaussen.de. Im Videointerview erklärt er, warum die zwei Neonazi-Konzerte, die in der Nähe von Seibranz und Aichstetten stattgefunden haben, möglicherweise als Präzedenzfälle zu werten sind.

Regio TV Bodensee: Neonazis drohen sich im württembergischen Allgäu auszubreiten

27. Juli 2018. Zwei Neonazikonzerte haben auf baden-württembergischen Boden stattgefunden. Das könnte ein Präzedenzfall sein, findet Sebastian Lipp, Herausgeber des Blogs allgaeu-rechtsaussen.de. Denn die Veranstalter der Konzerte haben in Baden-Württemberg weniger Wiederstand vorgefunden als in Bayern.

Schwäbische Zeitung: Das Idyll der Neonazis

27. Juli 2018. Sanft geschwungene grüne Hügel, im Hintergrund ein Nadelwald, dazwischen verstreut eine Handvoll einsam gelegener Höfe: Im württembergischen Stockbauren, zwischen Leutkirch und Memmingen, scheint das Allgäu so ruhig und malerisch, wie es in der Werbung gerne dargestellt wird. Bis das Geräusch eines Chopper-Motorrads die Luft zerfetzt. Im Sattel sitzt ein vermummter Mann mit Wehrmachtshelm auf dem Kopf. Auf seinem schwarzen T-Shirt prangt der Aufdruck »Staatsfeind«. […]

Allgäuer Zeitung: Grenzenloser Hass

Kaufbeuren, 31. Juli 2018. Häme, Beleidigungen und Bedrohungen nach Moschee-Entscheid: Erst in der Nachschau zeigt sich die üble Wucht der Debatten-Kultur im Internet. Polizei bietet Beratung und konkrete Hilfe an. […]

Allgäuer Zeitung: Rechte Hetze auf Facebook

Marktoberdorf, 31. Juli 2018. Es war ein extrem fremdenfeindlicher Internet-Beitrag, in dem obendrein auch noch die Opfer des Nazi-Regimes verunglimpft wurden: Im Mai 2017 erschien auf der Facebook-Seite eines 47-jährigen Ostallgäuers ein Post, der die Suche der nordrhein-westfälischen Stadt Gummersbach nach Wohnungen für Flüchtlinge mit den Worten „In Auschwitz ist viel Platz“ kommentierte. Gegen den Mann erging zunächst ein Strafbefehl wegen Volksverhetzung […]

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