313 Reichsbürger identifiziert

Die Polizei identifizierte 313 Reichsbürger im Bereich Schwaben Süd/West von denen elf Waffenbesitzer sind oder waren.

Diese Zahlen mit Stand Ende September 2017 teilte das zuständige Polizeipräsidium Schwaben Süd/West auf Anfrage mit. Ende März waren noch 475 Personen erfasst, die der Reichsbürgerbewegung zugehörig sein könnten. 32 davon galten als Waffenbesitzer. Inzwischen sei das Prüfverfahren der Polizei in Kempten abgeschlossen, bei 162 hat sich demnach der Verdacht nicht bestätigt.

Das Polizeipräsidium Schwaben Nord gibt auf Nachfrage an, im eigenen Zuständigkeitsbereich etwas mehr als 170 Personen der Reichsbürgerbewegung zuzuordnen. Etwa 60 der erfassten Personen seien im Stadtbereich Augsburg registriert.

Bayern entzieht der Szene Legalwaffen

Bayernweit werden der Reichsbürgerszene zum Stichtag 30. September 2017 laut Innenministerium mehr als 3.250 Personen zugerechnet. Weitere Verdachtsfälle befänden sich noch in der Prüfung. Von dieser Personengruppe hätten die bayerischen Waffenbehörden inzwischen 247 Personen als legale Waffenbesitzer identifiziert. Gegen alle 247 Personen seien bereits Widerrufsverfahren durch die Waffenbehörden eingeleitet, in 162 Fällen ein Widerrufsbescheid erlassen worden. Insgesamt seien bislang 282 waffenrechtliche Erlaubnisse entzogen. 547 Waffen seien dabei abgegeben worden. Bei 41 Personen werde der Sachverhalt noch überprüft.

Am 22. Mai 2017 gab das Bundesamt für Verfassungsschutz die deutschlandweite Anzahl der Reichsbürger mit 12.600 an, etwa 700 besäßen Waffen. Zum 30. September seien dort bereits 15.000 Reichsbürger und Selbstverswalter registriert.

(Titelbild: Briefkastenaufschrift an einem Reichsbürgerprojekt im Allgäu. Besuch von der Polizei gab’s trotzdem. ©S. Lipp)

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