Unter dem Motto »gemeinsam achtsam« ruft die Linke zum Protest gegen die Querdenker auf.

»Gegen Verschwörungswahn und rechte Hetze«

 »Gegen Verschwörungswahnsinn und rechte Hetze« formiert sich Protest, wenn »Querdenken« unter dem Motto »Friday for Frischluft« wieder in Memmingen demonstriert.

Am Freitag will »Querdenken 8331« unter dem Motto »Friday for Frischluft« in Memmingen erneut eine Demonstration »gemeinsam gegen die Maskenpflicht« abhalten. Diese startet mit einer Kundgebung auf dem Stadionplatz und zieht anschließend als Demonstrationszug durch die Innenstadt. Die Route verläuft laut Stadt über Bodenseestraße, Königsgraben, Buxacherstraße, sowie Frundsbergstraße und zurück zum Stadion.

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»Gegen Verschwörungswahnsinn und rechte Hetze«

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»Haltet Abstand von rechten Ideologien und Verschwörungskram« fordern Antifaschist_innen auch in Memmingen.

»Das wollen wir natürlich nicht unkommentiert lassen«, schreibt die Linke Allgäu in einem Aufruf zu einer Gegenkundgebung. Am Westertorplatz wollen sie ab 15 Uhr bereitstehen, um die »Querdenker« zu empfangen und »gegen Verschwörungswahnsinn und rechte Hetze in unserer Gesellschaft zu demonstrieren.« Ihr Motto: »Gemeinsam achtsam – mit Abstand zusammenhalten«.

Deshalb sei das Tragen von Masken und das Einhalten von Abständen auf der Versammlung Pflicht. Die Teilnehemenden sind auf 50 beschränkt. »Alle die mit uns gemeinsam zeigen wollen, dass gerade in der aktuellen Ausnahmesituation Solidarität und Zusammenhalt unser wichtigstes Gut sind« lädt die Linke zur Teilnahme ein. So will die Partei auch einer weiteren Spaltung der Gesellschaft entgegen wirken.

Für »Solidarität und Rücksichtnahme«

Unter dem Motto »gemeinsam achtsam« ruft die Linke zum Protest gegen die Querdenker auf.
Unter dem Motto »gemeinsam achtsam« ruft die Linke zum Protest gegen die Querdenker auf.

»Wir sind der Überzeugung, dass die gegenwärtige Pandemie nur durch Solidarität und Rücksichtnahme gemeinsam gelöst werden kann, deshalb gehen wir auf die Straße«, erklärt Tatjana Ewert vom Vorstand der Linken. Für die Partei ist die Pandemie »nicht nur eine medizinische Krise«, die Gesundheit und Leben vieler Menschen bedroht, sondern »stellt die ganze Gesellschaft vor eine dramatische Belastungsprobe«, heißt es in einem Positionspapier.

In dieser Krise werde »sich mit entscheiden, in was für einer Gesellschaft wir leben: Wird die soziale Spaltung drastischer oder tun wir das Richtige und stellen wir die Menschen in den Mittelpunkt und geben eine solidarische Antwort?« Denn am härtesten würden diejenigen getroffen, »die wenig haben.« Viele Menschen hätten drastische Einkommensverluste erleiden müssen. Insgesamt drohe eine »massive Wirtschaftskrise«.

Deshalb fordert die Partei neben wirtschaftlichen Hilfen eine parlamentarische und öffentliche Diskussion zu den Maßnahmen. In Memmingen solle es einen »Bürgerrat Corona« geben, in dem auch die Betroffenen ihre Belange einbringen können. Außerdem kritisiert die Linke, »dass nach dem Abebben der ersten Welle die Zeit nicht besser genutzt wurde, um eine zweite Welle zu verhindern.«


Hilfe: Du hast selbst einen Übergriff erlebt?

Dann kannst du Hilfe bei B.U.D. Bayern bekommen. Das ist eine unabhängige Beratungsstelle für Betroffene von rechten, rassistischen und antisemitischen Übergriffen.

Zeug_innen können sich an B.U.D. Bayern wenden, dann wird der Vorfall registriert und Betroffenen geholfen – wenn sie das wollen.

Wenn du in Baden-Württemberg bist, ist dieLeuchtlinie für dich da.

Eltern, Angehörige und Freunde von Jugendlichen, die sich rechts orientieren, können Hilfe bei der Elternberatung bekommen.

Und wenn du selbst etwas gegen Rechts unternehmen willst, steht dir die Mobile Beratung zur Seite.

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