»NS jetzt« ist nur eine der unverhohlenen Forderungen der durch Plauen marschierenden Neonazis der Partei Der Dritte Weg. ©S. Lipp

Neonazis gedenken »Heldentaten« ihrer toten Ahnen

Lindenberg, 17. November 2019. Aktivisten der Neonazipartei Der Dritte Weg wollen am diesjährigen Volkstrauertag ein sogenanntes Heldengedenken in Lindenberg im Allgäu abgehalten haben. Das geht aus einem Beitrag aus deren Website hervor. Weiter heißt es dort: »Wir sehen die Heldentaten und die Opfer unserer Ahnen, die sie im Kampf um die Freiheit erbringen mussten.«

Volkstrauertag traditionell zum Heldengedenken verklärt

Neonazis verklären den Volkstrauertag traditionell zum sogenannten Heldengedenktag, an dem sie auch herausragenden Verbrechern des Dritten Reiches huldigen. Im Jahr 2017 wurden an insgesamt 17 Kriegerdenkmälern in den Landkreisen Unterallgäu und Günzburg sowie der Stadt Memmingen Bilder und Kerzen oder Kränze mit Bezug zum sogenannten »Heldengedenken« festgestellt.

Bereits in der ersten Jahreshälfte 2017 führte die Partei Der III. Weg, die damals noch über einen Stützpunkt Schwaben verfügte, teils recht einsame Gedenken zu Ehren ihrer Helden und gefallenen Soldaten durch. Auch Anhänger der extrem rechten Skinheadkameradschaft Voice of Anger nahmen in der Vergangenheit an entsprechenden Veranstaltungen teil.

In diesem Jahr ist das »Heldengedenken« wie 2018 offenbar kleiner ausgefallen.

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