Touris protestieren gegen AfD

Antifa, SPD, Grüne, die Omas gegen Rechts sowie einige Tourist*innen protestieren am Mittwoch in Füssen gegen eine Kundgebung der AfD mit Beatrix von Storch. Das berichtet die Polizei in einer Mitteilung an die Presse.

Demnach führte der Kreisverband der AfD Ostallgäu in der Füssener Innenstadt eine Info-Veranstaltung zur anstehenden Bundestagswahl durch. Dabei sprach die Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch sowie ihr Kemptener Kollege Peter Felser, der jüngst auf einer Wahlkampfveranstaltung auffiel als er sagte: »Kein Asylant aus Afghanistan hat hier etwas zu suchen!«. In seiner Jugend durchlief Felser eine stramm rechte völkisch-nationalistische Kaderschmiede. Auch Jane Schulz, die die Allgäuer Jugend in seinem Sinne politisieren soll, beteiligte sich an der Aktion, die laut Polizei rund 60 Interessierte anzog.

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»Mit der AfD werden Rassismus und Ausgrenzung normal«

Mit der AfD würden »Rassismus und Ausgrenzung normal«, warnen die Omas gegen Rechts am 15. September 2021 am Infostand der Rechtsaußenpartei in Füssen.
Mit der AfD würden »Rassismus und Ausgrenzung normal«, warnen die Omas gegen Rechts am 15. September 2021 am Infostand der Rechtsaußenpartei in Füssen.

Nachdem die Veranstaltung am Samstag bekannt wurde, wurden die Omas gegen Rechts sowie der Kreisverband der SPD aktiv und meldeten am Montag eine Gegenkundgebung an. »Natürlich halten wir es für wichtig, dagegen zu protestieren und damit zum Ausdruck zu bringen, dass die AfD eben keine normale Partei ist«, so die Omas gegen Rechts Füssen. Wenn sie als normale Partei wahrgenommen werde, würden »Rassismus und Ausgrenzung normal.«

Als die AfD-Veranstaltung »etwas früher als geplant endete, beantragte ein Vertreter der Gegenversammlung einen stillen, mobilen Umzug um den Block«, so die Polizei. Mit der spontanen Aktion beendeten dann auch die AfD-Gegner*innen ihren Protest. Dessen Größe könne nur geschätzt werden, berichtet die Polizei. Zu Beginn der Kundgebung seien es mindestens 30, beim Umzug mehr als 40 Personen gewesen.


Hilfe: Du hast selbst einen Übergriff erlebt?

Dann kannst du Hilfe bei B.U.D. Bayern bekommen. Das ist eine unabhängige Beratungsstelle für Betroffene von rechten, rassistischen und antisemitischen Übergriffen.

Zeug_innen können sich an B.U.D. Bayern wenden, dann wird der Vorfall registriert und Betroffenen geholfen – wenn sie das wollen.

Eltern, Angehörige und Freunde von Jugendlichen, die sich rechts orientieren, können Hilfe bei der Elternberatung bekommen.

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