Antisemitische Zettel am Feneberg-Parkplatz

Nesselwang, 31. März 2021. Auf dem Parkplatz des Feneberg-Marktes tauchen Schoah-relativierende Zettel auf. Eine anwesende Maskenverweigerin will nicht dafür verantwortlich sein.

»In Nesselwang werden Menschen ›ohne Masken‹ im ALDI, im FENEBERG und im V-MARKT diskriminiert, wie im dritten Reich die Juden, und werden damit teilweise von der Grundversorgung abgeschnitten. Und all das nur, wegen der unfassbaren Lügen macht- und geldgeiler Politiker.« Zettel mit dieser Aufschrift tauchten am Mittwoch, dem 31. März 2021 auf dem Parkplatz des Feneberg-Marktes in Nesselwang auf. Das berichtet ein Leser.

Als er die Zettel fand, lieferte sich gerade eine Maskenverweigerin im Laden eine Auseinandersetzung mit dem Personal, so der Leser. Sie stritt ab, die Zettel verteilt zu haben. Unter Maskenverweiger_innen insbesondere im Umfeld von Querdenken ist das Verbreiten von antisemitischen Verschwörungserzählungen und die Relativierung der Verbrechen des nationalsozialistischen Terrorregimes auch im Allgäu mittlerweile Usus.

Mehr zu diesem Thema:  Die antisemitische Denkstruktur des Verschwörungsglaubens im Kontext von Corona

Hilfe: Du hast selbst einen Übergriff erlebt?

Dann kannst du Hilfe bei B.U.D. Bayern bekommen. Das ist eine unabhängige Beratungsstelle für Betroffene von rechten, rassistischen und antisemitischen Übergriffen.

Zeug_innen können sich an B.U.D. Bayern wenden, dann wird der Vorfall registriert und Betroffenen geholfen – wenn sie das wollen.

Eltern, Angehörige und Freunde von Jugendlichen, die sich rechts orientieren, können Hilfe bei der Elternberatung bekommen.

Und wenn du selbst etwas gegen Rechts unternehmen willst, steht dir die Mobile Beratung zur Seite.

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