Hakenkreuz gegen Muslime

Günzburg,15. Dezember 2018. Unbekannte schmieren einen erigierten Penis, ein Hakenkreuz und die Worte »Fuck Islam« auf einen Pappkarton. Der Vorfall ist Teil einer ganzen Serie von Straftaten gegen Muslime, die die Polizei bislang verschwieg.

An einem Wertstoffcontainer wird ein Pappkarton
mit einer Zeichnung aufgefunden. Diese zeigt einen erigierten Penis, ein Hakenkreuz und die Worte »Fuck Islam«. Es konnte kein Tatverdächtiger ermittelt werden. Das teilte die Polizei erst am 14. November 2019 auf Anfrage mit. Einen Täter konnte sie nicht ermitteln. Die Polizei geht davon aus, dass die Zeichnung zwischen dem 14. und 15. Dezember hinterlassen wurde.

Polizei verschweigt Serie antimuslimischer Straftaten

An die Presse meldete die Polizei den Fall damals nicht. Erst als Allgäu ⇏ rechtsaußen Zweifel anmeldete, ob rechte Straftaten in der Region angemessen erfasst werden und nach Ermittlungen zu Taten in Günzburg fragte, die »den Islam«, dessen religiöse Einrichtungen oder vermeintliche Muslime zum Ziel gehabt haben könnten führte sie den Fall auf. Für das zweite Halbjahr 2018 listet die Polizei fünf derartige Fälle. Sie alle wurden als politisch rechtsmotiviert eingestuft, doch nur in einem Fall erging eine Pressemitteilung. Zuvor meldete die Polizei, dass am 1. Juni 2018 Autos von Besuchern einer Veranstaltung in einer Moschee mit Steinen beworfen wurden.


(Titelbild: Nachbau der sogenannten Schwarzen Wand zwischen den Blöcken 10 und 11 im Vernichtungslager Auschwitz I. An dem auch Todeswand genannten Kugelfang exekutierte die SS tausende Häftlinge, Widerstandskämpfer und Zivilisten. (CC by-sa UP 3.0 Agatefilm))

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