Auch ein selbsternannter »Verschwörungs-Praktiker« beteiligte sich an der Querdenken-Demonstration am 13. September in Ravensburg.

Ermittlungen nach Bomben-Drohung auf Impfzentren eingestellt

Ergebnislos beendet der Staatsschutz die Ermittlungen nach den Bombendrohungen gegen die Corona-Impfzentren in Memmingen und Bad Wörishofen.

Nach den Bombendrohungen gegen die beiden Corona-Impfzentren Memmingen und Bad Wörishofen im Mai dieses Jahres ist das Verfahren mittlerweile eingestellt worden. Das berichtet die Memminger Zeitung am Mittwoch. Alle Ermittlungsansätze seien ausgeschöpft, eine Spur zum Täter oder zu den Tätern gebe es dennoch nicht, sagt Thorsten Thamm, Sprecher der Memminger Staatsanwaltschaft, auf Nachfrage der Zeitung. Deshalb sei das Verfahren eingestellt worden.

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Bombendrohung politisch, aber nicht rechts?

Damals nahm eine Mitarbeiterin des Impfzentrums Bad Wörishofen einen Telefonanruf entgegen. Am anderen Ende der Leitung laut Allgäuer Zeitung: Eine männlich und verzerrt klingende Stimme, die »mit einem explosiven Gegenstand auf dem Weg zum Impfenzentrum« sei. Kurze Zeit später rückte ein Großaufgebot der Polizei in Wörishofen und Memmingen an und evakuierte die dortigen Impfzentren. Die Hotline, über die die Drohung einging ist für beide Orte zuständig. Nachdem auch Spürhunde keine verdächtigen Gegenstände entdeckten, sollen die Gebäude gegen 22 Uhr wieder freigegeben worden sein.

Die Ermittlungen übernahm das Staatsschutzkommissariat der Kripo in Memmingen. Demnach ging die Polizei offenbar davon aus, dass die Drohung aus dem Umfeld der sogenannten Querdenken-Bewegung kommt, die auch im Allgäu immer wieder mit rechtsradikalen Parolen und insbesondere antisemitischen Verschwörungsideologien und Umsturzphantasien auffällt. In der Regel erfassten die Ermittler solche Straftaten allerdings unter der Rubrik ›Politisch motivierte Kriminalität – nicht zuzuordnen‹, wie Allgäu rechtsaußen nach der Anschlagsdrohung auf Anfrage erfuhr.

Mehr zu diesem Thema:  Querdenken zwischen NS-Relativierung und Umsturzphantasien

Hilfe: Du hast selbst einen Übergriff erlebt?

Dann kannst du Hilfe bei B.U.D. Bayern bekommen. Das ist eine unabhängige Beratungsstelle für Betroffene von rechten, rassistischen und antisemitischen Übergriffen.

Zeug_innen können sich an B.U.D. Bayern wenden, dann wird der Vorfall registriert und Betroffenen geholfen – wenn sie das wollen.

Eltern, Angehörige und Freunde von Jugendlichen, die sich rechts orientieren, können Hilfe bei der Elternberatung bekommen.

Und wenn du selbst etwas gegen Rechts unternehmen willst, steht dir die Mobile Beratung zur Seite.

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