Über das Osterwochenende entfernten Unbekannte Siloballen, die rechts und links der B12 im NS-Jargon verkündeten, Ministerpräsident Söder habe »Volksverrat« begangen.

Angetrunkene verkleben Querdenken-Parolen gegen Markus Söder

Biessenhofen, 10. Juli 2021. Zwei angetrunkene 38-Jährige verkleben Nachts auf dem Weg von Altdorf nach Ebenhofen Parolen gegen Ministerpräsident Markus Söder.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag vor einer Woche zogen zwei 38-jährige angetrunkene Männer von Altdorf nach Ebenhofen und beklebten ein Auto sowie mehrere Schilder und Lichtmasten mit Aufklebern politischen Inhalts. Das berichtet die Polizei am 11. Juli in einer Mitteilung an die Presse. Die beiden Männer konnten demnach noch vor Ort festgestellt werden. Zunächst kamen mehrere Strafverfahren auf sie zu.

Nachdem die Aufkleber rückstandslos hätten entfernt werden können, sei dann aber doch kein Strafverfahren eingeleitet worden, so die Polizei auf Nachfrage von Allgäu rechtsaußen. In der Antwort konkretisiert die Polizei auch, »es handelte sich um Aufkleber mit dem Schriftzug ›Söder muss weg‹.« Die Parole ist derzeit im Querdenken-Milieu beliebt, Ministerpräsident Markus Söder eines ihrer schärfsten Feindbilder. In den vergangenen Wochen gab es im Ostallgäu eine ganze Reihe solcher Vorfälle, bei denen teils im Nazi-Jargon gegen Söder gewettert wurde.

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Hilfe: Du hast selbst einen Übergriff erlebt?

Dann kannst du Hilfe bei B.U.D. Bayern bekommen. Das ist eine unabhängige Beratungsstelle für Betroffene von rechten, rassistischen und antisemitischen Übergriffen.

Zeug_innen können sich an B.U.D. Bayern wenden, dann wird der Vorfall registriert und Betroffenen geholfen – wenn sie das wollen.

Eltern, Angehörige und Freunde von Jugendlichen, die sich rechts orientieren, können Hilfe bei der Elternberatung bekommen.

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