Protestaktion gegen den AfD »Bürgerdialog« am Weingartener KuKoz.

AfD erneut in Weingarten

Für bis zu 100 Personen veranstaltete die AfD erneut einen »Bürgerdialog« im Weingartener Kultur- und Kongresszentrum. Inklusive Redner besuchten rund 50 Personen die Veranstaltung. Auch Querdenker_innen waren unter ihnen.

Einen »Bürgerdialog« zum Thema »Perspektiven für unser Land« veranstaltete die AfD am vergangenen Samstag im Weingartener Kultur- und Kongresszentrum (KuKoZ). Als Redner waren Marc Bernhard, Dr. Marc Jongen und Dr. Nicolaus Fest angekündigt. Unter den rund 50 Personen, die der Veranstaltung beiwohnten, war auch Gereon Moll, Mitgründer des Junge Alternative Ersatzvereins Jugend für Demokratie und Europa. Außerdem waren mehrere Besucher_innen von Querdenken-Veranstaltungen anwesend.

Perspektiven der Arbeitsagentur

Ebenfalls Anwesend war das AfD-Mitglied Gabi Marquardt, auf deren Adresse die Postadresse des AfD-Kreisverbands Ravensburg verweist. Auch sie kann vermutlich viel zum Thema »Perspektiven« beitragen. Zumindest ist es das, was sie in ihrer Tätigkeit als Berufs- und Studienberaterin der Arbeitsagentur den Heranwachsenden des Droste-Hülshoff-Gymnasium in Meersburg, der Justus-von-Liebig-Schule in Überlingen, dem Gymnasium im Bildungszentrum Markdorf und an der Elektronikschule Tettnang aufzeigen sollte.

Ob die Haltung der in Teilen vom Verfassungsschutz beobachteten Partei gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund und Fluchterfahrungen nicht Einfluss auf die Chancengleichheit der von ihr betreuten Schüler_innen hat, ist fraglich. Auch, dass die örtliche Jugendorganisation der AfD, die Junge Alternative vom baden-württembergischen Landesamt für Verfassungsschutz beobachtet wird, spricht nicht gerade für die Jugendarbeit ihrer Mitglieder. Dies nicht zuletzt Aufgrund ihrer Kontakte und personellen Überschneidung mit der rechtsradikalen Identitären Bewegung.

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Durchweg von Gegenprotest begleitet

Im Vorfeld malten Gegendemonstrant_innen Botschaften mit Kreide auf den Gehweg und behingen das KuKoZ mit Bannern und Schildern. Damit brachten sie ihre Ablehnung gegenüber der homofeindlichen, sexistischen und geflüchtetenfeindlichen Politik der AfD zum Ausdruck. So war dort beispielsweise »Love is Love«, »Solidarität statt Hetze« und »Menschenrechte statt rechte Menschen« zu lesen. Auch während der »Bürgerdialog« der AfD lief, gab es vor der Tür Gegenprotest. Rund 20 Personen beschallten das KuKoZ mit Musik und riefen Parolen.


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