»NS jetzt« ist nur eine der unverhohlenen Forderungen der durch Plauen marschierenden Neonazis der Partei Der Dritte Weg. ©S. Lipp

Rassistische Hetze nach sexuellem Übergriff

Radolfzell, 4. Juli 2020. Die neonazistische Partei Der Dritte Weg benutzt einen sexuellen Übergriff als Anlass für rassistische Hetze.

Am Abend des 4. Juli soll, wie die Polizei berichtet, eine Frau in Radolfzell belästigt und körperlich angegangen worden sein. Die Tatverdächtigen sind nigerianische Staatsbürger.
Die eng an den historischen Nationalsozialismus angelehnte Partei Der Dritte Weg nimmt die Staatsangehörigkeit der Tatverdächtigen als Anlass, um erneut die bei Rassist_innen beliebte Erzählung einer vermeintlich höheren Kriminalität migrantischer Menschen zu verbreiten. Auf Flugblättern, die die Rechtsradikalen in Radolfzell verteilten, wird pauschal gegen Geflüchtete gehetzt.

Im Vorfeld zu der Verteilaktion erschien auf dem Internetauftritt der neonazistischen Partei ein Bericht über den Vorfall, in dem die Tatverdächtigen neben dem N-Wort mit einem weiteren rassistischen Begriff aus der Kolonialzeit bezeichnet wurden.


(Quelle: Pressemeldungen der Polizei vom 6. Juli 2020.)


Hilfe: Du hast selbst einen Übergriff erlebt?

Dann kannst du Hilfe bei B.U.D. Bayern bekommen. Das ist eine unabhängige Beratungsstelle für Betroffene von rechten, rassistischen und antisemitischen Übergriffen.

Zeug_innen können sich an B.U.D. Bayern wenden, dann wird der Vorfall registriert und Betroffenen geholfen – wenn sie das wollen.

Eltern, Angehörige und Freunde von Jugendlichen, die sich rechts orientieren, können Hilfe bei der Elternberatung bekommen.

Und wenn du selbst etwas gegen Rechts unternehmen willst, steht dir die Mobile Beratung zur Seite.

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