Geldstrafe für Nazibilder

Weil er einschlägige Bilder in der Whatsapp-Gruppe NaziSS88Siegheil postete, kassiert ein 37-jähriger Handwerker in Feldkirch eine Geldstrafe wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung. Damit habe er Empfängern ein Lächeln ins Gesicht zaubern wollen, wie er vor Gericht sagte. Das berichtet der Österreichische Rundfunk (ORF).

In der Gruppe veröffentlichte der Angeklagte demnach über drei Wochen hinweg sechs Bilder mit Texten, die das Gesetz als Verbrechen einstuft. Zum Beispiel das Bild einer Rauchschwade mit der Beschreibung »Porträt einer jüdischen Familie«. In der ersten Jahreshälfte tauchte dieses Motiv bereits in einer WhatsApp-Gruppe eines Gymnasiums im Allgäu auf.

Angeklagter will Empfängern ein Lächeln in den Alltag zaubern

Laut ORF behauptete der Angeklagte, er sei nicht rechtsradikal. Zu dieser Whatsapp-Gruppe sei er über eine andere Gruppe gelangt. Ihm sei es in erster Linie um schwarzen Humor gegangen. Bei der Polizei habe er angegeben, er wollte den Empfängern ein Lächeln in den Alltag zaubern.

Dann will er dem Bericht des ORF zufolge nach drei Wochen  ausgestiegen sein, weil ihm das Ganze zu blöd geworden sei. Das Gericht in Feldkirch verurteilte ihn zu einer teilbedingten Geldstrafe. 5.000 Euro verhängte das Gericht für die nationalsozialistische Wiederbetätigung. Wenn das Urteil rechtskäftig ist, müsse der Verurteilte 3.800 Euro davon bezahlen.


(Titelbild: by Visual Content on Foter.com / CC BY)

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