Als erstmaligen Erfolg im Allgäu kann Der Dritte Weg einen Aufmarsch am 19. Oktober 2019 verbuchen. Weitgehend ungestört marschierten rund 35 Neonazis durch Kempten.

Bauernprotest braucht keine rechten Steigbügelhalter

Memmingen, 5. Dezember 2019. Neonazis von der Partei Der Dritte Weg versuchen, sich beim Protest Tausender Bauern als Kümmerer zu inszenieren.

Tausende folgten am 5. Dezember dem Aufruf von Land schafft Verbindung zu einer Protestkundgebung nach Memmingen. Laut Veranstalter fuhren mehr als 3.000 Traktoren mit. Darunter waren auch Rechte unterschiedlicher Coleur.

Aktivisten der rechtsradikalen Partei Der Dritte Weg versuchten, sich als Kümmerer zu inszenieren. Auf dem Internetauftritt der neonazistischen Partei heißt es, Aktivisten hätten am Protestzug teilgenommen, das Gespräch mit Bauern gesucht und Flugblätter verteilt.

»Blut und Boden« ohne Traktoren

Ein Aktivist aus der Region, der mit Voice of Anger bei Herzblut in Memmingen Kampfsport trainiert, hielt während eines Aufmarsches der Partei Der Dritte Weg in Kempten einen Redebeitrag.
Ein Aktivist aus der Region, der mit Voice of Anger bei Herzblut in Memmingen Kampfsport trainiert, hielt während des Bauernaufmarsches Aufmarsches der Partei Der Dritte Weg in Kempten einen Redebeitrag.

Während die Bauern selbst Tausende für Ihre Anliegen mobilisieren können, konnte Der Dritte Weg selbst im Oktober auf der parteieigenen Demonstration »Bauernstand ist Ehrenstand« in Kempten kaum Menschen über die Partei hinaus mobilisieren.

Trotz ihrer regelmäßigen Flugblattaktionen, bei denen sie aktuelle Themen aus Landwirtschaft, Tier- und Umweltschutz benutzen um ihre »Blut und Boden«-Ideologie unter die Leute zu bringen, gab es bei dem Neonaziaufmarsch keine Traktoren. Dafür durften die wenigen lokalen Aktivisten neben aus ganz Bayern zusammengezogenen Aktivistinnen und Aktivisten und dem wegen rechtsterroristischer Aktivitäten verurteilten Karl-Heinz Statzberger marschieren.

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