»Support your local Antifa«

Unter dem Motto »support your local Antifa« demonstrieren bis zu 200 Menschen für die Unterstützung der Seenotrettung und antifaschistischer Arbeit durch die Kemptener Innenstadt.

»Support your local Antifa«: Unter diesem Motto trafen sich am Abend des 6. Dezember 2019 weit über hundert Menschen aus dem ganzen Allgäu vor dem Forum, um für die Unterstützung antifaschistischer Arbeit in Kempten zu demonstrieren. Die Veranstalter sprechen von bis zu 200 Personen, die sich dem Aufruf des Bündnisses Links im Allgäu (LiA) anschlossen.

»Konsequenter Antifaschismus richtig und wichtig«

»Support your local girl gang«: Auch Feminist*innen beteiligten sich an der Demonstration für antifaschistische Arbeit in Kempten.
»Support your local girl gang«: Auch Feminist*innen beteiligten sich an der Demonstration für antifaschistische Arbeit in Kempten.

Sie wollten laut Aufruf zeigen, dass »konsequenter Antifaschismus richtig und wichtig« sei – »besonders in Zeiten wie diesen«. Antifaschistische Arbeit dürfe demnach »nicht nur in Großstädten stattfinden, auch hier im Allgäu brauchen wir starke Strukturen, um dem Rechtsruck in der Gesellschaft, dem Wiedererstarken des Faschismus und anderer menschenverachtender Ideologien etwas entgegen zu setzen.«

Nach der Auftaktkundgebung am Forum zog der Demonstrationszug lautstark über die Bahnhofstraße und den Freudenberg am Weihnachtsmarkt vorbei durch die Innenstadt. Über die Residenz und ZUM ging es zur Abschlusskundgebung am selbstverwalteten Jugendzentrum react!OR in der Frühlingsstraße.

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Solidarität mit Geflüchteten

Auch aus Solidarität mit Geflüchteten demonstrierten am 6. Dezember 2019 viele für eine Unterstützung antifaschistischer Arbeit in Kempten.
Auch aus Solidarität mit Geflüchteten demonstrierten am 6. Dezember 2019 viele für eine Unterstützung antifaschistischer Arbeit in Kempten.

Dort hielt die Seebrücke Kempten einen Redebeitrag für die Solidarität mit Geflüchteten: »Menschen werden zur Flucht gezwungen, häufig aufgrund von Krieg, Umweltzerstörung oder Armut, die auch im Zusammenhang stehen mit westlicher kapitalistischer Ausbeutung.« Auf ihrem verzweifelten Weg werde versucht, »sie außerhalb der europäischen Grenzen zu internieren«. Etwa in Lagern in Lybien, in denen Folter, Mord, Vergewaltigung und Sklavenhandel keine Seltenheit seien. Gleichzeitig werde die Seenotrettung kriminalisiert.

Diejenigen, die den gefährlichen und beschwerlichen Weg nach Deutschland schaffen, würden in sogenannten Ankerzentren »interniert«, um möglichst schnell wieder abgeschoben zu werden, kritisieren die Aktivisten. Sie fordern unter anderem »einen Stopp rassistischer Politik« und der »Kriminalisierung der Seenotrettung«. Über die Repressalien gegen Seenotretter informierten zwei Besatzungsmitglieder der IUVENTA bereits früher am Abend bei einem Vortrag im beinahe überfüllten Künstlercafe.

Laut für antifaschistisches Engagement

Auch das Banner der Tonne, das in Wangen jüngst die Gemüter erhitzte, war bei der Demonstration für antifaschistisches Engagement in Kempten dabei.
Auch das Banner der Tonne, das in Wangen jüngst die Gemüter erhitzte, war bei der Demonstration für antifaschistisches Engagement in Kempten dabei.

Mit der Demonstration in Kempten wollte das LiA-Bündnis, dessen Mitgliedsorganisationen sich vor allem auf lokaler und regionaler Ebene antifaschistisch engagieren, recherchieren, und alternative Angebote organisieren, zeigen: » wir sind viele, wir sind laut und wir werden immer mehr.« Die Teilnehmer reisten aus dem ganzen Allgäu an.

Für ein antifaschistisches Engagement in der Region machte sich im Anschluss an die Demonstration auch die Rostocker Band Feine Sahne Fischfilet bei einem Konzert in der BigBox stark.

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