Hunderte Neonazis marschieren am 1. Mai unter Beteiligung aus dem Allgäu durch das sächsische Plauen. Dabei trugen sie auch die bundesweit beanstandeten perfiden Plakate des Dritten Wegs. ©S. Lipp

Sozialer Anstrich für Kemptener Neonazis

Kempten/Börwang, 24. November 2019. Mit Flugblättern versuchen Neonazis die Not deutscher Obdachloser gegen die von Geflüchteten auszuspielen und so die Stimmung rassistisch aufzuheizen.

Mit einer Flugblattaktion versuchte Der Dritte Weg in Kempten, sich einen sozialen Anstrich zu geben. Unter dem Motto »Deutsche Winterhilfe« verteilten die Neonazis laut ihrer Homepage Zettel in Briefkästen, »um auf die Not der Betroffenen hinzuweisen.« Denn als eine der kältesten Regionen in Deutschland träfe der Winter die hiesigen Obdachlosen am härtesten.

Tatsächlich versucht Der Dritte Weg mit der Aktion gegen Geflüchtete zu hetzen. Hilfe soll es nur für bestimmte Deutsche geben. Die offen an den Nationalsozialismus angelehnte Partei fordert: »Obdachlosenheime statt Asylantenheime«.

Ausnahmsweise ist die Aktion im Eigenbericht der Partei nicht datiert, dürfte aber am Sonntag stattgefunden haben. Am Montagmorgen fanden Anwohner in Börwang die Pamphlete in ihren Briefkästen.


Hilfe: Du hast selbst einen Übergriff erlebt?

Dann kannst du Hilfe bei B.U.D. Bayern bekommen. Das ist eine unabhängige Beratungsstelle für Betroffene von rechten, rassistischen und antisemitischen Übergriffen.

Zeug_innen können sich an B.U.D. Bayern wenden, dann wird der Vorfall registriert und Betroffenen geholfen – wenn sie das wollen.

Eltern, Angehörige und Freunde von Jugendlichen, die sich rechts orientieren, können Hilfe bei der Elternberatung bekommen.

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