Bauwagen. Image by analogicus from Pixabay

Schlagabtausch nach ausländerfeindlichen Äußerungen

Auf einer Bauwagenparty im Ostallgäu werden Menschen mit ausländerfeindlichen Sprüchen abgewiesen. Einer davon wird wegen Körperverletzung verurteilt.

Bei einer körperlichen Auseinandersetzung brach ein 19-Jähriger einen 16-Jährigen das Nasenbein. Dafür wurde er nun zu einer Bewährungsstrafe von 10 Monaten und einer Geldauflage in Höhe von 800 Euro verurteilt. Das berichtet die Allgäuer Zeitung. Auslöser sollen ausländerfeindliche Äußerungen gewesen sein.

Im September 2018 will eine Gruppe Jugendlicher demnach zu einer Bauwagen-Party im Ostallgäu. Als sie dort ankommen, wird ihnen der Zutritt verwehrt – nach der Aussage eines Zeugen vor dem Jugendschöffengericht Kaufbeuren mit den Worten »Ihr Ausländer verpisst euch jetzt«. Daraufhin sei es zu einem Schlagabtausch gekommen und dabei der 16-Jährige aus dem Lager der Bauwagen-Party verletzt worden. Angesichts deren personenmäßiger Übermacht hätten die ungewollten Gäste darauf den Ort des Geschehens verlassen.

Aus dem Kreis der am Bauwagen feiernden äußerte sich, bis auf den bereits genannten Zeugen, niemand zum Vorwurf der ausländerfeindlichen Sprüche. Der 19-Jährige wurde nach Jugendstrafrecht verurteilt.


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Dann kannst du Hilfe bei B.U.D. Bayern bekommen. Das ist eine unabhängige Beratungsstelle für Betroffene von rechten, rassistischen und antisemitischen Übergriffen.

Zeug_innen können sich an B.U.D. Bayern wenden, dann wird der Vorfall registriert und Betroffenen geholfen – wenn sie das wollen.

Wenn du in Baden-Württemberg bist, ist dieLeuchtlinie für dich da.

Eltern, Angehörige und Freunde von Jugendlichen, die sich rechts orientieren, können Hilfe bei der Elternberatung bekommen.

Und wenn du selbst etwas gegen Rechts unternehmen willst, steht dir die Mobile Beratung zur Seite.

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