Aufmarsch der Partei »Der III. Weg« am 1. Mai 2016 in Plauen. Später liefern sich die Neonazis gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Polizei. ©S. Lipp

Der Dritte Weg flyert in Eisenburg

Memmingen, 9. März 2019. Die Neonazipartei Der Dritte Weg verteilt rassistische Flugblätter in Eisenburg und ruft zur Mai-Demonstration im sächsischen Plauen auf.

Am Samstag beschwerten sich mehrere Anwohner in Memmingen-Eisenburg über Flugblätter, in denen Der Dritte Weg gegen vermeintliche Ausländer und Geflüchtete hetzt.

Allgäu ⇏ rechtsaußen liegen die Flugblätter der eng an den historischen Nationalsozialismus angelehnten Partei vor. Darin leiten die Neonazis aus einem »Sicherheitsgefühl der Bürger« ab, dass abwertend als »Fremdländer« bezeichnete Personen für »zunehmende« und »bestialische« Gewalttaten in Deutschland verantwortlich seien.

Statistiken verworfen, Politiker pathologisiert

Aufmarsch der Partei »Der III. Weg« am 1. Mai 2016 in Plauen. Später liefern sich die Neonazis gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Polizei. ©S. Lipp
Aufmarsch der Partei »Der III. Weg« am 1. Mai 2016 in Plauen. Später liefern sich die Neonazis gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Polizei. ©S. Lipp

Diese Behauptung will aber nicht so recht zu den von der Polizei erhobenen Fallzahlen passen. Deshalb werden diese als »nebulöse ›Kriminalitätsstatistiken‹« in Frage gestellt. Ohne Begründung heißt es, deren Erhebung habe »mit Wissenschaftlichkeit wohl nicht das geringste zu tun«, weshalb man ihnen nicht glauben solle.

Die Neonazis wollen sich allem vermeintlich Fremden entledigen, Politikern unterstellen sie »pathologische Verachtung für das eigene Volk« und eine »untertänige Fremdliebe«.

Zusätzlich verteilten die rechtsradikalen Aktivisten in Memmingen-Eisenburg Aufrufe für eine Demonstration im Mai im sächsischen Plauen. Dort lieferte sich die Neonazipartei bereits am 1. Mai 2016 gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Polizei. In den Aufrufen spielt Der Dritte Weg soziale Nöte und Ängste »Deutscher« gegen »Ausländer« aus und fordert ein »Ausländerrrückführungsprogramm«.

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