Polizei ermittelt wegen Volksverhetzung und Hitler-Bild gegen »Querdenker«
Wegen antisemitischer und womöglich volksverhetzender Propaganda auf der Querdenken-Demo am Samstag im Illerstadion in Kempten ermittelt nun die Polizei.
Wegen antisemitischer und womöglich volksverhetzender Propaganda auf der Querdenken-Demo am Samstag im Illerstadion in Kempten ermittelt nun die Polizei.
200 Menschen demonstrieren am Samstag im Illerstadion gegen 1200 »Querdenker«, denen sie einen »Schulterschluss mit extremen Rechten« vorwerfen. Doch wie rechts ist Querdenken Kempten wirklich?
Die meisten der mehr als 300 Todesopfer rechter Gewalt seit 1945 in Deutschland sind heute fast vergessen. Nun liegt erstmals eine vollständige Dokumentation der bekanntgewordenen Fälle vor.
AfD-Lokalpolitiker Rainer Rothfuß relativiert am Sonntag in Lindau den Nationalsozialismus. Kaum eine Querdenken-Veranstaltung kommt am Wochenende im Allgäu ohne solche Töne aus. Selbst Nazis sind willkommen.
Mit professioneller PR inszeniert sich der Mutterhof als Vorzeige-Ökoprojekt. Doch weil dahinter auch rassistische und antisemitische Ideen stecken, wenden sich manche ab – oder bleiben ihm gerade deshalb treu. Andere sind noch unentschlossen in ihrer Positionierung.
Auch andere Medien berichten – wenn auch meist nicht so konsequent und fundiert wie Allgäu ⇏ rechtsaußen – über extrem rechte Aktivitäten im Allgäu. Das schreiben die Anderen im Oktober 2020.
CSU-Oberbürgermeister Stefan Bosse und der Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl der Freien Wähler wollen bei Querdenken 8341 in Kaufbeuren sprechen. Damit würden »Ziele und Verschwörungsmythen der Querdenken-Bewegung legitimiert und normalisiert«, warnen Kritiker_innen.
Unter Beteiligung aus dem Allgäu demonstrierten zum Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober bis zu 300 Neonazis durch Berlin. Sie folgten einem Aufruf der Neonazi-Splitterpartei Der Dritte Weg. Bis zu zehn mal so viele Menschen beteiligten sich an Demonstrationen und einer Sitzblockade gegen den Aufzug der Neonazis.
»Dem Faschismus zum Trotz« leisten Lindauerinnen und Lindauer seit 1920 Widerstand gegen alte und neue Nazis. Das dokumentiert eine Ausstellung, die am Mittwochabend im Club Vaudeville eröffnet wird.
Rechtsrock gilt als Bindeglied und Radikalisierungsinstrument bis hin zum Terror. Zwei Indizierungen zeigen, wie auch die Allgäuer Szene diese Dynamik befeuert.