Vortrag abgesagt: Die geforderte Mitte

Wie Hasskampagnen, Gewalt, rechter Terror und neue rechte Gruppen die sogenannte Mitte fordern, erforscht eine Studie, die am 2. Dezember in Friedrichshafen vorgestellt wird. Der Vortrag ist pandemiebedingt abgesagt.

Selten war die gesellschaftliche Mitte so »gefordert« wie heute. Rechtsextremismus, Populismus und Rassismus setzen ihr zu. Alle zwei Jahre untersucht die »Mitte-Studie« der Friedrich-Ebert-Stiftung rechtsextreme und demokratiegefährdende Einstellungen in der deutschen Gesellschaft. Die aktuelle repräsentative Umfrage von Dezember 2020 bis Frühjahr 2021 zeigt: Die Mitte ist gefordert, Haltung zu zeigen, Position zu beziehen und ihre Demokratie zu stärken! Dazu hat sie das Potenzial.

Wie reagieren auf Hass, Terror und Corona-Folgen?

Hasskampagnen, Gewalt, rechter Terror und neue rechte Gruppen haben die Mitte in den vergangenen Jahren getroffen. Nun kommt die Coronapandemie mit globalen Unsicherheiten und unkalkulierbaren Folgekrisen dazu. Was heißt das für die demokratische Orientierung der Gesellschaft? Die hier vorliegende »Mitte-Studie« 2020/21 erkennt sowohl Entwicklungen, die die Demokratie fördern, als auch solche, die sie gefährden. Die Mitte selbst schätzt den Rechtsextremismus als größte Bedrohung für die Demokratie ein, und hierin liegt die Chance, ihm zu begegnen.

Zunächst begrüßt Oliver Schael vom Fritz-Erler-Forum das Publikum, dann stellt Franziska Schröter von der Friedrich-Ebert-Stiftung als Herausgeberin der »Mitte-Studie« deren Ergebnisse vor. Darauf folg ein Gespräch mit Jasmina Brancazio, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Friedrichshafen und Mitglied im Integrationsbeirat Friedrichshafen, Charlotte Goldstein, OMAS GEGEN RECHTS (Bodensee), Guido Rebstock, Vorsitzender von „konsequent e.V. – Verein zur Abwehr des Antisemitismus“ – und dem Publikum. Moderieren wird den Abend die Freiburger Journalistin und Trainerin Ulrike Schnellbach. Es gilt die 2G-Regel. Eine vorherige Anmeldung bei der Friedrich-Ebert-Stiftung ist notwendig. Die Teilnahme ist kostenlos.

Vorgestellt wird die Studie am Donnerstag, dem 2. Dezember 2021 zwischen 18:30 und 20:00 Uhr in der Otto-Lilienthal-Str. 2 in Friedrichshafen. Der Vortrag ist pandemiebedingt abgesagt.

Andreas Zick / Beate Küpper:
Die geforderte Mitte.
Rechtsextreme und demokratiegefährdende Einstellungen in Deutschland 2020/21

Hg. für die Friedrich-Ebert-Stiftung v. Franziska Schröter

Verlag J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2021.
375 Seiten, Broschur, 16,00 €
ISBN: 978-3-8012-0624-6


Hilfe: Du hast selbst einen Übergriff erlebt?

Dann kannst du Hilfe bei B.U.D. Bayern bekommen. Das ist eine unabhängige Beratungsstelle für Betroffene von rechten, rassistischen und antisemitischen Übergriffen.

Zeug_innen können sich an B.U.D. Bayern wenden, dann wird der Vorfall registriert und Betroffenen geholfen – wenn sie das wollen.

Eltern, Angehörige und Freunde von Jugendlichen, die sich rechts orientieren, können Hilfe bei der Elternberatung bekommen.

Und wenn du selbst etwas gegen Rechts unternehmen willst, steht dir die Mobile Beratung zur Seite.

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