Jetzt für Allgäu rechtsaußen abstimmen!

Allgäu rechtsaußen ist im Rennen um den mit 10.000 Euro dotierten Publikumspreis des Deutschen Engagementpreises 2021. Ab sofort kann bis zum 20. Oktober für Allgäu rechtsaußen abgestimmt werden. Für den Deutschen Engagementpreis nominiert wurden die Allgäuer Journalisten, da sie am 17. April 2021 den Förderpreis für interkulturellen Dialog der Pill Mayer Stiftung gewonnen hatten.

Zur Abstimmung auf der Website des Deutschen Engagementpreises: Abstimmen für Allgäu rechtsaußen!

Chance auf bis zu 10.000 Euro Preisgeld

Der Publikumspreis ist mit 10.000 Euro dotiert. Die 50 Erstplatzierten der Abstimmung gewinnen außerdem die Teilnahme an einem gemeinsamen Weiterbildungsseminar zu Öffentlichkeitsarbeit und gutem Projektmanagement. Im Falle eines Gewinns würde Allgäu rechtsaußen das Preisgeld für die Schaffung einer fair bezahlten extern besetzten Stelle zur Entlastung der ehrenamtlich tätigen Redaktion verwenden.

»Verwaltung, Archiv, Administration unserer Online-Auftritte, Audio-, Video- und Bildbearbeitung, Lektorat und vieles andere, das nicht zu unserer journalistischen Arbeit gehört bindet einen erheblichen Teil unserer Zeit«, erklärt dazu Chefredakteur Sebastian Lipp. »Daher zählt jede Stimme, damit wir uns künftig vollständig auf unsere Kernkompetenz konzentrieren können: Die investigative Ausleuchtung des braunen Sumpfes im Allgäu.«

Mehr zu diesem Thema:  Buch zur preisgekrönten Recherche »Voice of Anger und der rechte Untergrund im Allgäu« in 2. Auflage

Allgäu rechtsaußen dokumentiert und analysiert rechtsradikale Umtriebe

Allgäu rechtsaussen bietet Recherche, Dokumentation und Analyse der Umtriebe von Neonazis und anderen Rechtsradikalen im Allgäu und Oberschwaben. Dazu setzt das Projekt insbesondere auf eigene Recherchen und ein umfangreiches Archiv zur örtlichen Szene, begleitet und dokumentiert rechtsradikale Aufmärsche und Veranstaltungen, wertet relevante Polizei- und Presseberichte aus und sammelt diese, befragt Behörden sowie Zeug_innen und steht im Kontakt mit Parlamentarier_innen, die mit dem Thema befasst sind.

Teils mehrmals täglich berichtet Allgäu rechtsaußen unter Wahrung journalistischer Qualitätsstandards auf seiner Website tagesaktuell aus der umtriebigen rechtsradikalen Szene der Region, bietet Hintergrundwissen, erfasst Entwicklungen, ordnet das Geschehen ein und bringt aufwändige Recherchen. die tief in die militanten rechten Strukturen des Allgäus blicken lassen, die ihre Wurzeln teils in verbotenen Neonazi-Gruppierungen der 1990er Jahre haben, wie Recherchen belegen konnten.

Das erworbene Wissen wird auch etwa über Interviews, eigene Publikationen in anderen Medien, Bücher, Vorträge, Ausstellungen und einen monatlichen Livestream verbreitet. Damit nimmt Allgäu rechtsaußen Einfluss auf die Meinungsbildung in der Öffentlichkeit, wo die durchaus bundesweit bedeutende Szene bislang nicht die gebotene Aufmerksamkeit bekam, bringt konkretes Engagement gegen Rechts in Gang, vernetzt Akteure und stößt politische Prozesse an.

Zur Abstimmung auf der Website des Deutschen Engagementpreises: Abstimmen für Allgäu rechtsaußen!

Bundesweit renommierte Auszeichnung

Der Einsatz für Bildung und Demokratie erfährt durch die Nominierung eine weitere hochrangige Anerkennung. Für den Deutschen Engagementpreis können ausschließlich die Preisträgerinnen und Preisträger anderer Preise, die freiwilliges Engagement in Deutschland auszeichnen, nominiert werden. In diesem Jahr wurden die bundesweit 403 Nominierten von 141 Ausrichtern von Preisen für bürgerschaftliches Engagement vorgeschlagen. Neben dem Votum der Bürgerinnen und Bürger über den mit 10.000 Euro dotierten Publikumspreis entscheidet eine hochkarätige Fachjury über die Preisträgerinnen und Preisträger in den mit 5.000 Euro dotierten fünf Kategorien „Chancen schaffen“, „Leben bewahren“, „Generationen verbinden“, „Grenzen überwinden“ und „Demokratie stärken“. Bekannt gegeben werden die Gewinnerinnen und Gewinner aller sechs Preise bei einer Preisverleihung am 2. Dezember in Berlin, die mittels Live-Stream übertragen wird.


Hilfe: Du hast selbst einen Übergriff erlebt?

Dann kannst du Hilfe bei B.U.D. Bayern bekommen. Das ist eine unabhängige Beratungsstelle für Betroffene von rechten, rassistischen und antisemitischen Übergriffen.

Zeug_innen können sich an B.U.D. Bayern wenden, dann wird der Vorfall registriert und Betroffenen geholfen – wenn sie das wollen.

Eltern, Angehörige und Freunde von Jugendlichen, die sich rechts orientieren, können Hilfe bei der Elternberatung bekommen.

Und wenn du selbst etwas gegen Rechts unternehmen willst, steht dir die Mobile Beratung zur Seite.

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