Weitere Angriffe gegen Jugendzentrum Tonne

Unbekannte verkleben das Türschloss am selbstverwalteten Jugendzentrum Tonne in Wangen und schlagen eine Scheibe ein. Das wurde nach unserem Bericht über eine »Offensive« der Neonazipartei Der Dritte Weg gegen die engagierten Jugendlichen bekannt.

Da Wangen ein linksradikaler »Dreh- und Angelpunkt« sei, geht Der Dritte Weg gegen das selbstverwaltete Jugendzentrum Tonne vor. Mit einer »Offensive« wollen die Aktivist_innen der Neonazi-Partei »Antifa-Terror stoppen«, behaupten sie auf ihrer Website. Tatsächlich ist es die Tonne, die seit Jahren immer wieder ins Visier rechter Akteure gerät, denen das Projekt wegen seines jahrzehntelangen Engagements gegen Rechts ein Dorn im Auge ist. Auch gegen eine Geflüchtetenunterkunft gehen Rechte in Wangen immer wieder mit Straftaten vor.

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Schloss verklebt und Scheibe eingeschlagen

Unter einem Banner gegen Nazis schlagen Unbekannte erneut eine Scheibe am selbstverwalteten Jugendzentrum Tonne ein.
Unter einem Banner gegen Nazis schlagen Unbekannte erneut eine Scheibe am selbstverwalteten Jugendzentrum Tonne ein.

Nun wurden zwei weitere mutmaßliche rechte Angriffe auf die Tonne bekannt. So entdeckten Jugendliche am 19. April, dass das Schloss einer Eingangstüre mit Zement verklebt und damit außer Funktion gesetzt wurde. Der Schaden ist mittlerweile behoben. Außerdem sei Ende Mai aufgefallen, dass eine Fensterscheibe unter einem Banner gegen Nazis eingeschlagen war.

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Hilfe: Du hast selbst einen Übergriff erlebt?

Dann kannst du Hilfe bei B.U.D. Bayern bekommen. Das ist eine unabhängige Beratungsstelle für Betroffene von rechten, rassistischen und antisemitischen Übergriffen.

Zeug_innen können sich an B.U.D. Bayern wenden, dann wird der Vorfall registriert und Betroffenen geholfen – wenn sie das wollen.

Eltern, Angehörige und Freunde von Jugendlichen, die sich rechts orientieren, können Hilfe bei der Elternberatung bekommen.

Und wenn du selbst etwas gegen Rechts unternehmen willst, steht dir die Mobile Beratung zur Seite.

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