Ein Anhänger von Combat 18 mit Sturmgewehr. Die Gruppe gilt als der bewaffnete Arm des zwar in Deutschland verbotenen aber weiter aktiven internationalen Neonazinetzwerks Blood&Honour.

Waffen und gestohlenen Reisepass sichergestellt

Bei Razzien wegen der Verbreitung nationalsozialistischer Propaganda stellt die österreichische Polizei im Bezirk Reutte mehrere Waffen, eine gestohlene Polizei-Kennzeichentafel sowie einen gestohlenen Reisepass sicher.

Bei mehreren Hausdurchsuchungen in Musau, Vils, Reutte und Wängle konnte die Polizei insgesamt zehn männliche Beschuldigte im Alter zwischen 16 bis 22 Jahren sowie zwei weibliche Beschuldigte im Alter zwischen 17 bis 20 Jahren ausforschen. Diese hatten Bilder, Symbolik und Propaganda mit nationalsozialistischem Gedankengut sowie rassistisches Material untereinander ausgetauscht und weiterverbreitet. Das berichtet die Landespolizeidirektion Tirol in einer Mitteilung an die Presse von Mittwoch.

Die Razzien stehen im Zusammenhang mit umfangreichen Ermittlungen der Polizeiinspektion Reutte wegen Verbreitung von nationalsozialistischem Gedankengut zwischen dem 10. Juni 2020 und dem 27. Oktober 2020. Ins Rollen kamen die Ermittlungen laut Polizei nachdem im Juni 2020 eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck einging. Diese habe mehrere Hausdurchsuchungen und Handyauswertungen beauftragt, welche die Polizei dann zu den weiteren Beschuldigten führten. Neben sichergestellten Handys sowie einer geringen Mengen an Suchtmitteln konnten mehrere Waffen, darunter auch eine Schreckschusspistole sichergestellt werden. Zudem sei eine gestohlene Polizei-Kennzeichentafel sowie ein gestohlener österreichischer Reisepass sichergestellt worden. Alle Beschuldigten wurden angezeigt und auf freiem Fuß gesetzt.

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