Nachbau der sogenannten Schwarzen Wand zwischen den Blöcken 10 und 11 im Vernichtungslager Auschwitz I. An dem auch Todeswand genannten Kugelfang exekutierte die SS tausende Häftlinge, Widerstandskämpfer und Zivilisten. (CC by-sa UP 3.0 Agatefilm)

Mordwunsch und rassistische Beschimpfungen per Brief

Kaufbeuren, 21. Januar 2020. Im Briefkasten eines Reifengeschäfts landet ein Brief mit rassistischen Beschimpfungen und dem Wunsch, die Adressaten zu erschießen.

Der Vorfall wurde bislang nicht öffentlich bekannt. Erst auf eine Bundestagsanfrage der Linksfraktion zu Protesten gegen und Übergriffen auf Flüchtlingsunterkünfte taucht der Fall auf. In der Antwort der Bundesregierung (Drs 19/21647) ist er als politisch rechts motivierte Volksverhetzung mit »Angriffsziel ›Asylunterkunft‹« gelistet. Allgäu rechtsaußen hat recherchiert, was genau passiert ist.

Auf Anfrage teilte die Staatsanwaltschaft Kempten mit, dass die Geschädigten ein Reifengeschäft führen. Im Briefkasten der Firma befand sich demnach ein Brief mit rassistischen und islamfeindlichen Beschimpfungen und Verunglimpfungen, sowie unter anderem die sinngemäße Aussage, dass die Betroffenen »an die Wand gestellt gehörten«. Urheber_innen des Briefes konnte die Staatsanwaltschaft nicht ermitteln und stellte das Verfahren ein.


(Titelbild: Nachbau der sogenannten Schwarzen Wand zwischen den Blöcken 10 und 11 im Vernichtungslager Auschwitz I. An dem auch Todeswand genannten Kugelfang exekutierte die SS tausende Häftlinge, Widerstandskämpfer und Zivilisten. (CC by-sa UP 3.0 Agatefilm))

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