Eingangsbereich der Erdgas Schwaben Arena in Kaufbeuren.

Bundesweites Stadionverbot wegen Hitlergruß beim ESVK

Kaufbeuren, 18. Oktober 2019.  Beim Spiel des ESV Kaufbeuren gegen die Lausitzer Füchse zeigt ein Mann aus Spremberg den Hitlergruß. Eishockeyverband reagiert mit bundesweitem Stadionverbot.

Beim Spiel des ESV Kaufbeuren gegen die Lausitzer Füchse kam es am 18. Oktober 2019 in Kaufbeuren zu einem Zwischenfall. Das berichten die Lausitzer Füchse auf ihrer Homepage. Während einer Drittelpause des Spiels in der erdgas schwaben arena zeigte demnach ein Mann aus Spremberg den Hitlergruß.

»Der Hitlergruß wurde während des Spieles im Stadion nicht beobachtet, sondern erst später auf einen Hinweis, in der Liveaufzeichnung des Spieles«, erklärte ein Sprecher des Kaufbeurer Eishockeyvereins auf Anfrage. Die nur wenige Sekunden zu sehende Szene aus dem Gästeblock  habe der ESVK dann bei der Polizei in Kaufbeuren zur Anzeige gebracht.

»Danach namen die Dinge ihren Lauf«, so der Sprecher. Da der ESVK nur für das eigene Stadion ein Verbot aussprechen könne, sprach die Deutsche Eishockey Liga als Hauptorganisation der beiden Profi-Ligen DEL/DEL2 ein bundesweites Stadionverbot gegen den Mann aus. Es soll bis zum 30. April 2020 gelten.

Auch strafrechtlich dürfte der Hitlergruß Konsequenzen haben. Die Polizei Kaufbeuren, die den Mann identifiziert hatte, ermittelt wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.


(Titelbild: Eingangsbereich der Erdgas Schwaben Arena in Kaufbeuren von Anton Porsche, CC-BY 4.0)

2 Gedanken zu „Bundesweites Stadionverbot wegen Hitlergruß beim ESVK“

  1. Das ist der richtige Umgang mit Menschen, die hetzen und sich rechtsextrem verhalten.
    Bundesweites Stadionverbot empfinde ich als eine angemessene und sehr gute Reaktion auf ein derartiges Verhalten.
    Dass (hoffentlich) noch strafrechtliche Konsequenzen folgen werden, ist m. E. notwendig.
    Ich bin gespannt, ob die polizeilichen und staatsanwaltschaftlichen Behörden das geltende Recht zur Anwendung bringen werden.

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