Chris Ares gibt sich in seinen Videos als Anhänger der Identitären und des Bündnis Deutscher Patrioten.

Chris Ares zurück in Isny?

Nachdem der rechtsradikale Rapper Chris Ares seine Rückkehr nach Isny verkündete, ist ein Anstieg der Aktivitäten der Identitären Bewegung im Landkreis Ravensburg zu erwarten.

»Ich bin wieder in Isny«, schreibt ein junger Mann auf Facebook. Und weiter: »Ja, ich bin in Kreisen der AfD und IB unterwegs gewesen und auch heute noch teilweise unterwegs.«

Der junge Mann nennt sich Chris Ares. Einst lebte er als Christoph Z. in Isny, bevor er im Raum München mit rechtsradikalen Aktivitäten auffiel und sich das Pseudonym zulegte. Damit wurde er eines der bekanntesten Gesichter der rechtsradikalen deutschen Rap-Szene.

Prügelattacken auf Journalisten und politische Gegner

In seinen Musikvideos gibt sich Ares als Anhänger der rechtsradikalen Identitären Bewegung (IB) und des Bündnis deutscher Patrioten (BdP).  Das BdP hetzt laut Bayerischem Rundfunk (BR) massiv gegen Geflüchtete. Dort werde diskutiert, »wie man Migranten in Münchner Freibädern umbringen könnte – mit Strom im Becken oder mit Zyklon B, der Chemikalie, mit der die Nationalsozialisten Juden in Auschwitz ermordeten.«

Seite an Seite mit bekannten Neonazis soll Ares durch Prügelattacken auf Journalisten und politische Gegner aufgefallen sein. Ares selbst weist den Vorwurf von sich. In einem Video erklärt Ares, er habe in Notwehr gehandelt. Immer wieder gibt er sich als friedliebender patriotischer Rapper.

»Die Rückkehr der Germanen«

Eine Szene aus dem Musikvideo zu Defend Europe von Chris Ares. (Alle Photos: Screenshot, Youtube)

Die Huffington Post dagegen charakterisiert Ares als Hetzer und Neonazi-Rapper.  Sein Pseudonym ist aus der griechischen Mythologie entlehnt. Dort ist Ares der Gott des schrecklichen Krieges, des Blutbades und Massakers. Auch seine Raptexte sprechen eine deutliche Sprache. So heißt es etwa im Song Defend Europe:

»Ich bin rechts um unser kommendes Europa bald zu spüren […] Übernehmen jedes Land, das ist die Rückkehr der Germanen, ja wir opfern unser Dasein nur aus Rücksicht auf die Ahnen. Eure vollvermummten Punkvisagen werden mittels Panzerwagen durch das ganze Land gejagt, um euch maden dann anzuklagen. Nach der deutschen Wende wenn das Land in unseren Händen ist, dann sehen wir wen’s am Ende trifft und wer von uns verängstigt ist. Von uns vermummt sich keiner weil wir standhaft sind wie deutsche Eichen.«

Sollte sich der bekannte und gut vernetzte Aktivist tatsächlich wieder in Isny aufhalten, ist eine Zunahme der rechtsradikalen Aktivitäten der Identitären Bewegung in der Region zu befürchten.

4 Gedanken zu „Chris Ares zurück in Isny?“

  1. Wer auch immer diesen Beitrag verfasst hat, hat absolut keine Ahnung von der Realität. Weder die Anschuldigungen rechtsradikal zu sein , noch der Hergang auf der AfD Wahlparty sind richtig wiedergegeben. Das ist ganz armseliger Journalismus!

    1. Mit dem Lesen und Verstehen scheint es nicht weit her zu sein:

      Der Verfasser des Beitrages ist deutlich genannt.

      Die ungelenken Tritte während der Wahlparty sind mannigfach belegt. Auch doch eher konservative Medien berichteten klar:
      https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.video-widerlegt-afd-statement-posse-bei-afd-veranstaltung-das-raetsel-um-den-kung-fu-treter.8a5b174b-86a4-480f-9a26-40735f1ecfb3.html

      Wer darüberhinaus in Großdeutschen Phantasien schwelgt und diese (wie auch schon bei der AfD Veranstaltung) mit Hilfe körperlicher Gewalt durchzusetzen gedenkt, den kann man mit Fug und Recht „rechtsradikal“ bezeichnen.
      Ein kleiner Blick auf die Vorstrafen des sauberen Herrn tun dazu das Übrige.
      Abgesehen davon: Anschuldigungen stehen für sich allein und bedürfen keinerlei „Wiedergabe“.

      => Get your facts straight, troll.

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