Stacheldraht auf einem Feld außerhalb Auschwitz.

Haftstrafe für Kampfgruß der Nationalsozialisten

Weil er gegenüber zwei Angehörigen der Sicherheitswacht in Kaufbeuren »Sieg Heil« gerufen hat, schickt das Amtsgericht Kaufbeuren den Angeklagten für ein halbes Jahr ins Gefängnis.

Am Freitag, dem 15. Juni 2018, verhängte das Amtsgericht Kaufbeuren wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten. Dem Angeklagten lag  zur Last, am 17. November 2017 gegenüber zwei Angehörigen der Sicherheitswacht in Kaufbeuren den nationalsozialistischen Kampfgruß »Sieg Heil« gerufen zu haben. Wie das Gericht weiter mitteilt, ist das Urteil allerdings noch nicht rechtskräftig, sodass der Angeklagte vor einer höheren Instanz auf ein milderes Urteil hoffen kann, falls er Rechtsmittel einlegt.

Die hohe Strafe dürfte mit der einschlägigen Vorstrafe des Verurteilten zu tun haben, die allerdings laut Gericht bereits einige Jahre zurückliegt. Daneben habe er aber auch anderweitige erhebliche Vorlasten.


(Symbolbild: Alter, verschlissener Stacheldraht auf einem Feld außerhalb von Auschwitz; Aktenzeichen: 3 Ds 410 Js 24860/17)


Hilfe: Du hast selbst einen Übergriff erlebt?

Dann kannst du Hilfe bei B.U.D. Bayern bekommen. Das ist eine unabhängige Beratungsstelle für Betroffene von rechten, rassistischen und antisemitischen Übergriffen.

Zeug_innen können sich an B.U.D. Bayern wenden, dann wird der Vorfall registriert und Betroffenen geholfen – wenn sie das wollen.

Eltern, Angehörige und Freunde von Jugendlichen, die sich rechts orientieren, können Hilfe bei der Elternberatung bekommen.

Und wenn du selbst etwas gegen Rechts unternehmen willst, steht dir die Mobile Beratung zur Seite.

2 Gedanken zu „Haftstrafe für Kampfgruß der Nationalsozialisten“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.