Tarnt Allgäuer Biologe rechte Ideologie als Naturschutz?

Der Allgäuer Biologe Markus Strauß will in ganz Deutschland sogenannte Wildpflanzenparks schaffen. Doch der Öko-Engagierte zeigt eine Nähe zu verschwörungsideologischen und rechten Kreisen.

Man darf Markus Strauß ohne Übertreibung einen Visionär nennen: Neue Lebensräume für Insekten, Singvögel und Kleintiere aller Art will er schaffen, Selbstversorgung mit Lebensmitteln aus der unmittelbaren Nachbarschaft ermöglichen, »Grüne Klassenzimmer« und Naherholungsgebiete erbauen. In ganz Deutschland sollen dafür 4.000 sogenannte Essbare Wildpflanzenparks, kurz Ewilpas, entstehen. Die Anfänge sind bereits gemacht: Es gibt Parks in Bayern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen. Das berichtet Zeit Online.

Doch der Allgäuer Biologe aus der Nähe von Kempten macht mit seinem Konzept nicht nur ökologisch Interessierte auf sich aufmerksam. So beantragte etwa die AfD mehrfach die Errichtung eines solchen Parks – teils mit eindeutigem Vokabular: »Naturschutz ist Heimatschutz – Essbarer Wildpflanzenpark auch in Spandau«. Mit der Rechtsaußenpartei allerdings will Strauß nichts zu tun haben. Eine Zusammenarbeit mit ihr habe es nicht gegeben. Er könne schließlich nichts dafür, wenn Rechtsradikale seine guten Ideen aufgriffen.

Doch Strauß ist, das legen Äußerungen und Veröffentlichungen nahe, kein unpolitischer Mensch. Er fiel mit einer gewissen Nähe zu einschlägigen Kreisen auf, wie der Bericht von Zeit online ausführlich zeigt. Geht es bei den Wildpflanzenparks also um weit mehr als die Liebe zur Natur?


Hilfe: Du hast selbst einen Übergriff erlebt?

Dann kannst du Hilfe bei B.U.D. Bayern bekommen. Das ist eine unabhängige Beratungsstelle für Betroffene von rechten, rassistischen und antisemitischen Übergriffen.

Zeug_innen können sich an B.U.D. Bayern wenden, dann wird der Vorfall registriert und Betroffenen geholfen – wenn sie das wollen.

Eltern, Angehörige und Freunde von Jugendlichen, die sich rechts orientieren, können Hilfe bei der Elternberatung bekommen.

Und wenn du selbst etwas gegen Rechts unternehmen willst, steht dir die Mobile Beratung zur Seite.

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