Mit Solidarität gegen Pflegenotstand und Querdenken

Für »Solidarität mit den Arbeiter*innen im Sozial- und Gesundheitsbereich statt Geschwurbel und Egoismus« ruft eine Initiative für Montag in Memmingen zum Protest gegen Querdenken auf.

»Die Coronakrise führt uns allen, gerade im Sozial- und Gesundheitsbereich, vor Augen, was in dieser Gesellschaft falsch läuft. Es fehlt an den Dingen, die jeder Mensch dringend braucht. Jahrelang wurde privatisiert, ökonomisiert und gespart. Das Ergebnis ist der Personalnotstand in sozialen Berufen, der für alle Beteiligten egal ob Patient*innen oder Pfleger*innen nur Nachteile bringt.« Das kritisiert die Initiative Linksdenken Allgäu in einem Aufruf zu einer Kundgebung am Montag um 18:30 Uhr auf dem Marktplatz in Memmingen. So wollen sie für »Solidarität mit den Arbeiter*innen im Sozial- und Gesundheitsbereich statt Geschwurbel und Egoismus« protestieren.

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»Solidarität mit den Arbeiter*innen im Sozial- und Gesundheitsbereich statt Geschwurbel und Egoismus«

Mit diesem Motto spielt die linke Initiative auf die Querdenken-Anhänger*innen an, die ebenfalls am Montag wieder einen sogenannten »Spaziergang« abhalten wollen. So bezeichnet das Milieu inzwischen seine unangemeldeten Versammlungen. Der Trick soll es Behörden erschweren, die Demonstrationen zu kontrollieren und Verantwortliche auszumachen.

Denn hinter dem Pflegenotstand »steckt aber keine Verschwörung, wie die irren Querdenker oft meinen, sondern die kalte Logik des Profit–Machens, die sich nicht darum schert, was das mit den Leuten macht. Krankenhäuser sind mittlerweile normale Unternehmen geworden, die Gewinn machen müssen«, kritisiert Linksdenken Allgäu. Das sei der eigentliche Skandal gegen den sie sich wenden.

Linksdenken stünde damit »für eine sofortige massive Anhebung der Löhne, damit wenigstens diejenigen in den Beruf zurückkehren, die sich schon aus gutem Grund verabschiedet haben« sowie »ein wirklich soziales System, das sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert anstatt versucht mit Ihnen Geld zu verdienen!«


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Dann kannst du Hilfe bei B.U.D. Bayern bekommen. Das ist eine unabhängige Beratungsstelle für Betroffene von rechten, rassistischen und antisemitischen Übergriffen.

Zeug_innen können sich an B.U.D. Bayern wenden, dann wird der Vorfall registriert und Betroffenen geholfen – wenn sie das wollen.

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