Hakenkreuz in Stadtpark geschmiert

Memmingen, 17. August 2021. Passant_innen entdecken ein im Stadtpark »Neue Welt« geschmiertes Hakenkreuz.

Ein etwa 50×50 cm großes Hakenkreuz schmierten Unbekannte an die Innenwand eines kleinen Gebäudes in der Nähe der Wakeboard-Anlage im Memminger Stadtpark »Neue Welt«. Das berichten Leser_innen, die die verfassungswidrige Schmiererei bei einem Spaziergang entdeckten, den Vorfall meldeten und ein Photo beilegten.

Auf unsere Nachfrage am Donnerstag veröffentlichte die Polizei sodann am Freitag die Tat an dem Steinmonument, welches an die Landesgartenschau 2000 erinnern sollte. Dort heißt es auch: »Die Polizei Memmingen geht aufgrund der zögerlichen Ausführung davon aus, dass es sich bei dem Täter eventuell um ein Kind oder einen Jugendlichen handelt.« Dennoch erfasst die Polizei den Fall als politisch motivierte Kriminalität im Phänomenbereich rechts, wie Polizeisprecher Dominic Geißler am Montag auf Anfrage erklärt. Die Schadenshöhe betrage circa 50 Euro.


Hilfe: Du hast selbst einen Übergriff erlebt?

Dann kannst du Hilfe bei B.U.D. Bayern bekommen. Das ist eine unabhängige Beratungsstelle für Betroffene von rechten, rassistischen und antisemitischen Übergriffen.

Zeug_innen können sich an B.U.D. Bayern wenden, dann wird der Vorfall registriert und Betroffenen geholfen – wenn sie das wollen.

Eltern, Angehörige und Freunde von Jugendlichen, die sich rechts orientieren, können Hilfe bei der Elternberatung bekommen.

Und wenn du selbst etwas gegen Rechts unternehmen willst, steht dir die Mobile Beratung zur Seite.

2 Gedanken zu „Hakenkreuz in Stadtpark geschmiert“

  1. Update:
    Auf unsere Nachfrage am Donnerstag veröffentlichte die Polizei sodann am Freitag die Tat an dem Steinmonument, welches an die Landesgartenschau 2000 erinnern sollte. Dort heißt es auch: »Die Polizei Memmingen geht aufgrund der zögerlichen Ausführung davon aus, dass es sich bei dem Täter eventuell um ein Kind oder einen Jugendlichen handelt.« Die Schadenshöhe betrage circa 50 Euro.

  2. Update:
    Ob der Fall dennoch als rechtsmotivierte Straftat erfasst wird, geht aus der Veröffentlichung der Polizei nicht hervor.

    Dennoch erfasst die Polizei den Fall als politisch motivierte Kriminalität im Phänomenbereich rechts, wie Polizeisprecher Dominic Geißler am Montag auf Anfrage erklärt.

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