Firma Myonic erhält Volksverhetzendes Schreiben

Leutkirch, 12. März 2020. Die Firma Myonic erhält ein Schreiben mit volksverhetzenden, gewaltdarstellenden, antisemitischen, antimuslimischen und antiamerikanischen Inhalten.

Die Tat wurde bislang nicht öffentlich bekannt, taucht aber nun als Nachmeldung in einer Antwort der Bundesregierung (Drs. 9/22886) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion zu Islamfeindlichkeit und antimuslimischen Straftaten auf.Die Polizei stufte die Tat als politisch motivierte Kriminalität aus dem »Phänomenbereich Rechts« ein und ermittelte wegen Volksverhetzung. Wir haben recherchiert, was damals genau passiert ist.

Nach Informationen der Staatsanwaltschaft Ravensburg versandte ein unbekannter Täter Mitte März 2020 an die Firma Myonic, die in Leutkirch hochspezialisierte Kugellager herstellt, ein Briefkuvert mit zahlreichen Bildern und Textpassagen, teils aus Zeitungen, teils aus unterschiedlichen sozialen Medien zusammengestellt, die volksverhetzende, gewaltdarstellende, antisemitische, antimuslimische, sowie antiamerikanische Inhalte haben. Zudem werde gegen den Papst und die Kanzlerin gehetzt.  Die Staatsanwaltschaft musste das Verfahren allerdings einstellen, nachdem Urheber und Absender nicht ermittelt werden konnten.


(Titelbild: Myonic-Firmengelände in Leutkirch, Quelle: www.myonic.com)


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