»97 Namenlose des Lagers Aufkirch, Zweiglager von Dachau, haben hier eine menschenwürdige Ruhestätte gefunden. Sie arbeiteten im Winter 1944/45 in den Stollenbauten bei Überlingen, und starben an leiblicher und seelischer Not in einem nationalsozialistischen Zwangslager.« So lautet die Inschrift auf dem Gedenkstein des KZ-Friedhofs in der Nähe von Birnau.

Maskenverweigerer zeigt Hitlergruß

Lindau, 25. November 2020. Ein laut Polizei »unbelehrbarer Maskenverweigerer« zeigt bei einer Polizeiontrolle den Hitlergruß und ruft »Heil Merkel«.

Einem Beamten in Zivil der Polizeiinspektion Lindau fiel laut einem Pressebericht der Behörde am Mittwochnachmittag gegen 16:30 Uhr ein 59-jähriger Mann in der Fußgängerzone auf, der keinen Mund-Nasenschutz trug. Als der Beamte ihn darauf ansprach, versuchte der Mann, sich der Kontrolle zu entziehen. Im Rahmen des Gesprächs mit dem Beamten zeigte er dem Bericht der Polizei nach seine Abneigung gegenüber den verhängten Maßnahmen und der aktuellen politischen Lage.

Weiterhin habe er sich geweigert, seine mitgeführte Maske aufzusetzen. Eine hinzugerufene uniformierte Streife nahm dann eine Anzeige wegen des Verstoßes nach dem Infektionsschutzgesetz auf. Diesen habe er zum Abschluss der Maßnahmen noch den Hitlergruß gezeigt und gerufen: »Heil Merkel«. Deshalb ermittelt die Polizei gegen ihn nun auch wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Auf Anfrage erklärt ein Sprecher der Polizei am Freitag, dass sie die Tat als politisch rechts motiviert einstuft. Vor wenigen Wochen zeigte der Kauferinger Arzt Rolf Kron auf einer Bühne von Klardenken Schwaben in Lindau ebenfalls den Hitlergruß. Dabei relativierte er den Nationalsozialismus in ähnlicher Weise.


(Titelbild: »97 Namenlose des Lagers Aufkirch, Zweiglager von Dachau, haben hier eine menschenwürdige Ruhestätte gefunden. Sie arbeiteten im Winter 1944/45 in den Stollenbauten bei Überlingen, und starben an leiblicher und seelischer Not in einem nationalsozialistischen Zwangslager.« So lautet die Inschrift auf dem Gedenkstein des KZ-Friedhofs in der Nähe von Birnau.)


Hilfe: Du hast selbst einen Übergriff erlebt?

Dann kannst du Hilfe bei B.U.D. Bayern bekommen. Das ist eine unabhängige Beratungsstelle für Betroffene von rechten, rassistischen und antisemitischen Übergriffen.

Zeug_innen können sich an B.U.D. Bayern wenden, dann wird der Vorfall registriert und Betroffenen geholfen – wenn sie das wollen.

Eltern, Angehörige und Freunde von Jugendlichen, die sich rechts orientieren, können Hilfe bei der Elternberatung bekommen.

Und wenn du selbst etwas gegen Rechts unternehmen willst, steht dir die Mobile Beratung zur Seite.

Ein Gedanke zu „Maskenverweigerer zeigt Hitlergruß“

  1. Update:

    Weiterhin habe er sich geweigert, seine mitgeführte Maske aufzusetzen. Eine hinzugerufene uniformierte Streife nahm dann eine Anzeige wegen des Verstoßes nach dem Infektionsschutzgesetz auf. Diesen habe er zum Abschluss der Maßnahmen noch den Hitlergruß gezeigt und gerufen: »Heil Merkel«. Deshalb ermittelt die Polizei gegen ihn nun auch wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Auf Anfrage erklärt ein Sprecher der Polizei am Freitag, dass sie die Tat als politisch rechts motiviert einstuft. Vor wenigen Wochen zeigte der Kauferinger Arzt Rolf Kron auf einer Bühne von Klardenken Schwaben in Lindau ebenfalls den Hitlergruß. Dabei relativierte er den Nationalsozialismus in ähnlicher Weise.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.