Auf dem jüdischen Friedhof in Ichenhausen wurden 18 Tote aus dem Außenlager Burgau des KZ Dachau beigesetzt. Das Lager entstand erst in der Schlussphase des Zweiten Weltkriegs, um den Flugzeugbau von Militärflugzeugen der Firma Messerschmitt kriegsbedingt zu verlagern und dezentral zu organisieren. (

Holocaustleugner verurteilt

Mit der Leugnung der Shoah sekundierte ein Mann aus Kammeltal die Auffassung von AfD-Politiker Björn Höcke, das Holocaust-Gedenken stelle eine »Schande« dar. Dafür verurteilt ihn das Amtsgericht Günzburg wegen Volksverhetzung.

Der zur Tatzeit 59 Jahre alte Angeklagte kommentierte nach dem Vorwurf der Staatsanwaltschaft am 20. Januar 2017 auf Facebook ein BIld, das den AfD-Politiker Björn Höcke zeigte auf volksverhetzende Weise. Über dem Bild stand demnach bereits: »Empörung nach Rede: AfD-Politiker Höcke nennt Holocaust-Gedenken eine ›Schande‹«. Dazu schrieb der Mann aus Kammeltal: »Er hat recht, irgendwann wenn die Wahrheit über die Jahrhundertlüge ans Licht kommt, werden die Quader zu etwas Besserem verwendet!!!«

Dafür musste sich der Mann am Donnerstag wegen Volksverhetzung vor dem Amtsgericht Günzburg verantworten. Er gestand die Tat, woraufhin Richterin Huk auf 50 Tagessätze zu je 30 Euro urteilte.


(Titelbild: Auf dem jüdischen Friedhof in Ichenhausen wurden 18 Tote aus dem Außenlager Burgau des KZ Dachau beigesetzt. Das Lager entstand erst in der Schlussphase des Zweiten Weltkriegs, um den Flugzeugbau von Militärflugzeugen der Firma Messerschmitt kriegsbedingt zu verlagern und dezentral zu organisieren. (CC BY-SA 3.0 GFreihalter); 1 Cs 331 Js 1642/20)

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