Auf dem jüdischen Friedhof in Ichenhausen wurden 18 Tote aus dem Außenlager Burgau des KZ Dachau beigesetzt. Das Lager entstand erst in der Schlussphase des Zweiten Weltkriegs, um den Flugzeugbau von Militärflugzeugen der Firma Messerschmitt kriegsbedingt zu verlagern und dezentral zu organisieren. (

Hakenkreuz und Drohung

Haldenwang, 25. April 2020. Eine mit einem Hakenkreuz versehene Drohung schmieren Unbekannte an einem Rohbau in der Nachtweide.

In der Nacht von Freitag auf Samstag schmierten Unbekannte an einem Rohbau in der Straße Nachtweide ein Hakenkreuz. Deshalb ermittelt die Polizei »auch in Bezug auf einen rechtsradikalen Hintergrund«, wie aus einer Polizeimeldung von Sonntag hervor geht.

Erst auf Anfrage von Allgäu ⇏ rechtsaußen erklärte ein Behördensprecher am Dienstag, dass die Täter außer dem Hakenkreuz mit Kreide »Haldenwang bleibt rechts, Wir werden euch holen« und zweimal das Wort »Gaybride« schrieben. Dort solle ein Einfamilienhaus entstehen. Ein Kontext zum Bauherr oder anderen Beteiligten erschließt sich der Polizei bislang nicht.


(Titelbild: Auf dem jüdischen Friedhof in Ichenhausen wurden 18 Tote aus dem Außenlager Burgau des KZ Dachau beigesetzt. Das Lager entstand erst in der Schlussphase des Zweiten Weltkriegs, um den Flugzeugbau von Militärflugzeugen der Firma Messerschmitt kriegsbedingt zu verlagern und dezentral zu organisieren. CC BY-SA 3.0 GFreihalter; Quelle: Pressemeldungen der Polizei vom 26. April 2020)

Ein Gedanke zu „Hakenkreuz und Drohung“

  1. Update:

    Ob die Polizei sich einen möglichen Kontext erschließen kann und was der Rohbau später beherbergen solle, könne der Sprecher »nicht auf Anhieb sagen«, werde das aber prüfen.

    Dort solle ein Einfamilienhaus entstehen. Ein Kontext zum Bauherr oder anderen Beteiligten erschließt sich der Polizei bislang nicht.

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