Aufmarsch der Partei »Der III. Weg« am 1. Mai 2016 in Plauen. Später liefern sich die Neonazis gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Polizei. ©S. Lipp

Der III. Weg fordert Einführung von Todesstrafe und »neue Werteordnung«

Memmingen, 21. Mai 2018. Im Duktus nationalsozialistischer Propaganda fordert Der III. Weg die Vernichtung von Sexualverbrechern und eine »neue Werteordnung«.

Mit Flugblättern agitiert Der III. Weg im Duktus nationalsozialistischer Propaganda, »Sexualverbrecher und andere Entartete« auf unmenschliche Weise zu bestrafen. Das geht aus den Pamphleten hervor, die Anfang der Woche in Briefkästen in Memmingen auftauchten. Nach dem Willen der Neonazipartei soll in Deutschland die Todesstrafe und »Zwangskastration« für »Triebtäter« eingeführt werden.

Vernichtung von Menschen und »neue Werteordnung« gefordert

Im Weitern beklagen die Neonazis einen »kulturellen und sittlichen Niedergang ganzer Generationen« und äußern ihren Wunsch der erneuten Vernichtung von Menschen: Mit regulären Strafen würden »lediglich die Symptome angegangen, nicht aber das Übel an der Wurzel bekämpft.« Dazu sei neben der geforderten »Zwangskastration« und Ausmerzung der Täter »eine radikale Umkehr der politischen Verhältnisse nötig«, die alle Lebensbereiche erfassen und eine »neue Werteordnung« etablieren solle.

»Deutscher Sozialismus« nennt die aus dem verbotenen Freien Netz Süd (FNS) hervorgegangene Partei diese Ordnung nach ihrem Zehn-Punkte-Programm, das auf rassistischer und nationalrevolutionärer Ideologie basiert und stark an das 25-Punkte-Programm der NSDAP erinnert.

Der III. Weg selbst berichtet noch nicht über die Aktion.


(Titelbild: Aufmarsch der Partei Der III. Weg am 1. Mai 2016 in Plauen. Später liefern sich die Neonazis gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Polizei. ©S. Lipp)

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