»Rassismus tötet!« Unter dem Jubel des antifaschistischen Demonstrationszugs entrollten Unbekannte am 18. März 2019 dieses riesige Transparent vvm Dach des Karstadt in Memmingen.

Geldstrafe für rassistische Volksverhetzung

Das Amtsgericht Kempten verurteilt Markus W. wegen volksverhetzenden rassistischen und islamfeindlichen Bildern in zwei Fällen.

Markus W. musste sich am vergangenen Mittwoch in wegen Volksverhetzung in zwei Fällen vor dem Amtsgericht Kempten verantworten. Dabei wurde er zu einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu je 40 Euro verurteilt. Zuvor war die Verhandlung von Januar auf März verschoben worden. Wird das Urteil (Az. Cs 370 Js 2388/22) rechtskräftig, werden 4000 Euro zuzüglich Gerichtskosten fällig.

Der Verurteilte hatte in den Jahren 2017 und 2018 rassistische und islamfeindliche Bilder in einer WhatsApp-Gruppe verschickt: Eines zeigte versklavte Personen mit der Beschriftung »Original Black Friday Sale«, auf einem anderen Bild war eine Handgranate mit dem Text »Hotline zu Allah« zu sehen. Dabei nahm er, so die Staatsanwaltschaft, billigend in Kauf, dass die Bilder einem größeren Personenkreis zugänglich gemacht werden.


Hilfe: Du hast selbst einen Übergriff erlebt?

Dann kannst du Hilfe bei B.U.D. Bayern bekommen. Das ist eine unabhängige Beratungsstelle für Betroffene von rechten, rassistischen und antisemitischen Übergriffen.

Zeug_innen können sich an B.U.D. Bayern wenden, dann wird der Vorfall registriert und Betroffenen geholfen – wenn sie das wollen.

Wenn du in Baden-Württemberg bist, ist dieLeuchtlinie für dich da.

Eltern, Angehörige und Freunde von Jugendlichen, die sich rechts orientieren, können Hilfe bei der Elternberatung bekommen.

Und wenn du selbst etwas gegen Rechts unternehmen willst, steht dir die Mobile Beratung zur Seite.

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