Polizei sucht rassistische Schläger

»Geh weg von hier« und »raus« sagen Unbekannte zu einem 18-Jährigen in Ichenhausen und schlagen ihn mehrfach nieder. Für die Polizei ist ein rassistisches Motiv »nicht ausgeschlossen«, da es sich bei dem Geschädigten »erkennbar um einen ausländischen Mitbürger« gehandelt habe.

Ein 18-Jähriger zeigte am Dienstag bei der Polizei an, dass er am Nachmittag des vergangenen Sonntag, dem 7. November in der Hauptstraße im Ichenhausener Stadtteil Rieden an einem dortigen Bushäuschen auf einen Bekannten wartete. Während er dort wartete, hat ein Pkw angehalten. Aus dem Fahrzeug ist eine ihm unbekannte männliche Person ausgestiegen und auf ihn zugekommen. Der Unbekannte hat den 18-Jährigen am Kragen gepackt und zu Boden gestoßen. Zudem ist der 18-Jährige von diesem Mann mit folgenden Worten angesprochen worden: »geh weg von hier« und »raus!« Das berichtet die Polizei am Mittwoch in einer Pressemitteilung.

Zweiter Angriff mit Fäusten

Nachdem sich der Unbekannte wieder entfernt hatte, begab sich der Geschädigte demnach Richtung Halderstraße. Dort habe erneut ein Fahrzeug neben ihm angehalten. Mutmaßlich war es der selbe Pkw wie zuvor am Bushäuschen. Diesmal stieg allerdings laut Betroffenem eine andere männliche Person aus. Diese begab sich zu dem Geschädigten und schlug auf diesen mit den Fäusten ein, so die Polizei. Zudem habe der Täter den Geschädigten angesprochen, dieser jedoch die Äußerungen nicht verstehen können.

Nach dem Vorfall in der Halderstraße boten ein Mann und eine Frau dem Geschädigten ihre Hilfe an. Nun sucht sie die Polizei als mögliche Zeug*innen. Sollte der Vorfall von weiteren Zeug*innen beobachtet worden sein, bittet die Polizei diese ebenfalls, sich zu melden. Das Motiv für die Angriffe sei »derzeit unklar. Ein rassistischer Hintergrund kann derzeit jedoch nicht ausgeschlossen werden, da es sich bei dem Geschädigten erkennbar um einen ausländischen Mitbürger handelte«, schreibt die Polizei.


Hilfe: Du hast selbst einen Übergriff erlebt?

Dann kannst du Hilfe bei B.U.D. Bayern bekommen. Das ist eine unabhängige Beratungsstelle für Betroffene von rechten, rassistischen und antisemitischen Übergriffen.

Zeug_innen können sich an B.U.D. Bayern wenden, dann wird der Vorfall registriert und Betroffenen geholfen – wenn sie das wollen.

Eltern, Angehörige und Freunde von Jugendlichen, die sich rechts orientieren, können Hilfe bei der Elternberatung bekommen.

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