Ermittlungen nach Frankreich ausgeweitet

Nach mehr als sechs Monaten ohne heiße Spur zu den Tätern setzt die Staatsanwaltschaft in Sachen Brandanschlag auf ein Neonazi-Clubhaus bei Memmingen jetzt auf Hilfe aus Frankreich. Das teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Memmingen auf Anfrage mit.

Zur Täterermittlung ist die Strafverfolgungsbehörde auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen. Wenige Stunden nach dem Anschlag auf die ehemalige Gartenschänke in Buxach-Hart tauchte im Internet ein Schreiben auf. Dort hieß es, man habe in der fraglichen Nacht einen Brandsatz im Clubhaus der Neonazi-Kameradschaft Voice of Anger gelegt.

Bekennerschreiben über Frankreich verbreitet

Server, die zur Verbreitung des Bekennerschreibens genutzt wurden, gehören laut einem Sprecher der Staatsanwaltschauft Memmingen zu einem Unternehmen aus Frankreich. Deshalb sei ein Rechtshilfeersuchen an die Behörden dort gestellt worden. Bislang gäbe es aber keine Antwort von den Kollegen. Nach über einem halben Jahr laufe das Verfahren noch immer gegen Unbekannt.

Eine Fahne mit dem Logo von Voice of Anger im weniger zerstörten Bereich des abgebrannten Clubhauses am Tag danach
Eine Fahne mit dem Logo von Voice of Anger im weniger zerstörten Bereich des abgebrannten Clubhauses am Tag danach

In der Nacht auf den 25. April 2017 ist die ehemalige Gartenschänke in der Talstraße bei Memmingen laut einer Polizeimeldung »durch Brand und Wasserschaden komplett zerstört« worden. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Die Neonazis begannen indes ihr zerstörtes Clubhaus wieder aufzubauen. Die Memminger Bauaufsicht hat das aber einstweilen gestoppt.

 

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